Lumbago: Ischias, Bandscheibenvorfall und Yoga – Teil I

August 6, 2012 in Ischias, Rücken von Mahashakti Uta Engeln

FRAGE

Wie ich mittlerweile weiß, habe ich einen Bandscheibenvorfall zwischen L4/L5. Ich habe Schmerzen, die ins linke Bein ausstrahlen. Es gibt auch kleinere motorische Ausfälle. Tetrazepam konnte ich mittlerweile ersetzen durch 2-3 Mal täglich Yoga Nidra. Für die Schmerzen bekomme ich Tillicomp. In Bewegung geht es mir besser, ich gehe viel spazieren, liegen geht nicht so gut und sitzen ist zeitweise unmöglich. Ich möchte möglichst eine OP vermeiden.

Was rätst Du mir bzgl. Yoga/Meditation/Ernährung?

 

ANTWORT

Yoga-Nidra ist auf jeden Fall sehr gut. Es gibt keinen Zwang dabei auf dem Rücken zu liegen, du kannst jede (!!) Haltung einnehmen, die dir tiefe und schmerzfreie Entspannung ermöglicht. Also ggf. auch im bequemen Sessel, oder auf der Seite liegend und mit Kissen unterfüttert, oder was sonst noch hilft. In der Stillephase schicke deine innere Heilerin nach innen um die beschädigten Stellen zu reparieren. Du bist  dann im Alpha-Zustand, und deine mentale Visualisierungs-Aktivität befördert massiv die Heilung der Bereiche auf die du dich konzentrierst. Du kannst dir vorstellen, das die Heilerin mit dem Atem in den Körper kommt, und an Ort und Stelle die Bandscheibe repariert, gedrückte Nerven wieder aufrichtet und restauriert, und verspannte Muskeln lockert. Sie hat eine Zaubersalbe mit der sie alles sorgfältig einreibt und massiert, und einen Zauberstab mit dem sie den Rest bewältigt. Mache dies 2-3 x täglich.

Yoga-mässig konzentriere dich darauf die Rückenmuskulatur jetzt erst mal zu entspannen. In einem späteren Schritt wird sie gestärkt, um zukünftige Ereignisse dieser Art besser verhindern zu können. Das was derzeit so schmerzt, das sind die verspannten Muskeln. Bandscheiben haben keine Nerven und tun nicht weh. Allerdings drückt die Bandscheibe offenbar auf den Nerv, daher die motorischen Ausfälle. Deine Muskulatur hat sich panzerartig verhärtet um Schlimmeres zu verhindern. Und dabei hat sie sich schmerzhaft verkrampft.

Muskelentspannung geht am besten im Wechsel von Dehnen und Anspannen. Da die Muskeln schmerzen, ist die Bewegung so langsam zu vollziehen, das es eben noch geht. Wichtig ist, das keine versehentliche und unbeabsichtigte Bewegung hinzukommt, und auch, das du aus der Schonhaltung rauskommst. Daher: Zeitlupe! Ich weis aus eigener sehr schmerzhafter Erfahrung, das ein einziger Bewegungsablauf im akuten Fall durchaus 5 Minuten dauern kann. Es geht um Folgendes:

  • Lege dich auf den Rücken, Füsse aufstellen (also Schulterbrücke) und beginne langsam das Steissbein anzuheben. Diese Bewegung führt zum Kippen des Beckens und kann für sich durchaus schon eine echte Herausforderung sein. Also lasse dir Zeit, atme in den Schmerzbereich hinein und mache die Bewegung schön laaaaaaannnngsssssaaaaammmmmm …. Der Schmerz von verkrampften Muskeln die arbeiten sollen oder die gedehnt werden den kannst du in dem Rahmen tolerieren, in dem du dabei entspannt bleiben kannst. Wirds zu doll – durch den Schmerz hindurch ausatmen und innehalten bis es besser wird, dann weiter machen. Taucht allerdings ein brennender oder schneidender Schmerz auf, ein Warnschmerz das gleich was kaputt geht, dann respektiere ihn. Diese Sorte Schmerz ist unbedingt ernst zu nehmen. Dieser Schmerz zeigt dir an, das du gerade dabei bist was Falsches zu tun. Der eher diffuse Schmerz aus einer arbeitsunwilligen und verspannten Muskulatur ist davon recht gut zu unterscheiden.
    Hebe also das Steissbein an und komme wirbelweise immer weiter nach oben, bis du ganz oben bist. Dort atme einige Male und halte die Stellung, lass die Po und Rücken-Muskeln richtig arbeiten. Das fördert Durchblutung und Heilung. Dann komme nach 2-3 Atemzügen wirbelweise wieder herunter, Steissbein als letztes ablegen. 2-3 Atemzüge verharren. Dann ebenso langsam die Knie zur Brust ziehen, um den bearbeteten Muskelbereich sanft zu dehnen. Das ist insgesamt ein bewegungsablauf. Diesen mache 2 x täglich jeweils einige Male, soviel, wie sich für dich passend anfühlt. die richtige Dosis erkennst du daran das es dir mit den Übungen besser geht als ohne, auch dann, wenn die Rückenmuskeln erst mal wg. der Anstrengung meckern. Das sollte ein Auflöseschmerz sein.
  • Anschliessend leg dich auf den Bauch, und komm nach einigen Atemzügen in den Vogel (Hände rechts und links über dem Gesäss). Wenn das später leicht geht, dann ins Boot (Arme nach vorne ausgestreckt, ist schwerer). Auch hier gilt: 2-3 Atemzüge halten, dann loslassen und Entspannen. Gegenbewegung: Langgestreckte Katze und soweit ins Kind wie es für dich passt. Auch hier wieder den Schmerz wegatmen und bewusst loslassen.
  • Anschliessend im Sitzen (Fersensitz oder auf dem Stuhl) mit den im Nacken verschränkten Händen vorsichtige Drehbewegungen machen als sanfter Drehsitz. Jeweils soweit drehen wie akzeptabel, und dort halten. Dann Gegenseite.
  • Zum Abschluss aus derselben Haltung heraus Seitbeugen nach rechts und links.

Die beiden letzten Übungen sind sehr sanfte Varianten von Drehsitz und Seitbeuge, und sollen auch wirklich sanft bleiben. Einserseits ist diese Bewegung hilfreich für eine Rundum-Entkrampfung der Muskulatur, andererseits sollen sie nicht so stark ausgeführt werden, das die Wirbelsäule dadurch in Schwierigkeiten kommt. Also eher vorsichtig-tastend üben.

Ernährung: Basenbetont, also reichlich Obst, Salat und Gemüse. Am einfachsten ist du besorgst dir Heilerde oder grüne Tonerde (Reformhaus, Apotheke, Bioladen) und nimmst 2 x Tgl. ein Teel. davon in Wasser eingerührt. Das versorgt dich mit den benötigten Mineralien und hilft ggf. vorhandene Gifte, Säuren etc. sauber auszuscheiden. Bitte NICHT mit den Medikamenten gemeinsam einnehmen. Lass etwas Zeit dazwischen vergehen, damit die Resorption nicht gestört wird.

Ansonsten: Gehen. Laufen ist das Beste was du tun kannst. Mach gehendes Pranayama daraus: Einatmend 3 (4,5, …) Schritte gehen, und ausatmend das Doppelte. Oder auch das Gleiche, wenn das Doppelte nicht geht. Dabei tief in den Bauch atmen, und möglichst mit leichtem Ujjayi. Stressfrei bleiben!

Hast du eine Klangschale? Dann leg sie dir auf den Rücken und schlage sie an, oder bitte jemand das für dich zu tun. Die Vibrationen helfen beim Entkrampfen und verbessern den Lymphfluss, und die Blutversorgung. Wenn das angenehm ist, dann kannst du sie mit warmem Wasser füllen und anschlagen, dann wirkt die Wärme zusammen mit den Schwingungen.

Schüssler-Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum) als Heisse Sieben (10 Tabletten in heissem Wasser auflösen und schluckweise trinken, darf NICHT mit Metall in Kontakt kommen, also Plastiklöffel!) hilft beim Loslassen. Du kannst zusätzlich 3-5 Tabletten Nr. 3 (Ferrum Phosphoricum) dazu tun, das gibt Heilenergie und hilft bei der Regeneration. Insgesamt 3 x täglich.

Die Fortsetzung, das intensivere Programm das nach einigen Wochen dran ist, findest du hier

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