#9.2 – 27 Chakras, der Körper als Tempel und die Bibel: Chakra 8 -13

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#8 Manas Chakra oder Antah Karana Sthana

Das Chakra der geistigen Funktion wird in Dhyana Bindu Upanisad und in Hamsah Upanisad unterschiedlich erklärt. Hier haben wir eine viel ausführlichere Erläuterung:

Es ist der Bereich des inneren Instrumentes Antahkarana. Es befindet sich in der oberen Hälfte des Lotus. Es hat acht verschiedenfarbige Blütenblätter. Die Gottheit ist Geist. Die Eigenschaft dieses Geistes ist …

  • Beweglichkeit
  • Engagement und
  • Befreiung.

Dieser Geist hat zwei Wege (Marga), den rechten (daksina) und den linken (wama). Die geistige Anbetung findet am Orte des Bindu statt.

Der Geist ist dasjenige, was beschließt. Er ist manchmal auch dem Zweifel ausgesetzt.

Der Ort des Bindu ist kleiner als das kleinste Samenkorn. Es ist größer und weiter als alle  Himmel. Es schenkt dem Yogi die Wonne des Samadhi.

Das helle Christuslicht leuchtet am Orte dieses Bindu.

Wenn sich der Geist engagiert, so geschieht es aus dem Verlangen heraus, dem Begehren. Auch Zorn kann die Ursache sein, Gier, Hochmut oder Illusion. Wenn der Geist Befreiung erlangt, so geschehen Entsagung, Erkenntnis, Überlegung, Diskriminierung, die mit Geduld überwunden werden muss.

Die Haupteigenschaft des Geistes ist die Tat (Niyama).

Inmitten dieses Lotus ist ein nach unten gewendeter Lotus wie eine Ampel. Hier befindet sich die Gottheit Narayana.

Narayana wahrt die Form des Geistes.

Die Gottheit ist formlos – ohne Stütze, ohne Beschmutzung, ohne Veränderung, ohne eigenschaftgebende Bestimmung, der HÖCHSTE HERR der nichtmanifestierten Form, der unzerstörbare Meister. Er wird ACYUTA NATHA genannt.

Durch Meditation geht der Yogi in ihn  (ACYUTA  NATHA)  ein.

So definiert Yoga die Meditation über dieses Chakra.

Gelingt dem Übenden diese Verschmelzung, so intensiviert er seine Meditation: er kann alles, was es gibt an diesem Orte „sehen“. Der Ort des Bindu ist winzig klein, die Form ist wie ein Ei.

Der Meditierende hört allerlei Klänge, die nicht durch das aneinander schlagen zweier Gegenstände erklingen. Es ist Anahata Nada, der Klang, der nicht ertönende Laut.

Der Übende hört allerlei Klänge.

Der Yogi geht in diesem Klange auf.

Inmitten dieses Lotos ist ein unmessbares Licht, blendend wie unzählige Sonnen und erfrischend wie unzählige Monde.

Der Yogi geht in diesem Lichte auf.

Es gibt sechs Darshana (Ansichten) des Yoga. Dieses ist das NYAYA.

Die verschiedenen Farben der Blütenblätter sind der Reihe nach Weiss, Gold, Rot, Blau, Braun, Gelb, …

#1 das Blatt des Ostens leuchtet weiß.

Wenn der Geist sich auf diesem Blatt ausruht, so geschehen:

  1. Gerechtigkeit
  2. Mitgefühl
  3. ruhmreiche Zeremonien
  4. Prozessionen bei denen die Gottheit mitgeführt wird.

Die Beweggründe solcher Taten ist die Wahrheit.

#2 Das Blatt des Feuers hat ein goldenes Leuchten.

Wenn sich der Geist darauf ausruht, so geschehen:

  • Hunger
  • Durst
  • Faulheit
  • Gähnen
  • Schlaf.

#3 Das Blatt des Südens hat rotes und blaues Leuchten

Wenn der Geist sich auf diesem Blatt ausruht, so geschehen:

  • sexuelle Erregung
  • Eifersucht
  • Zorn
  • Egoismus
  • Arroganz
  • Anmaßung
  • Dünkel.

Dieses Blütenblatt beherbergt unsere rajasischen und tamasischen Eigenschaften.

#4 Das folgende Blatt ist dem Nirrtti geweiht. Es leuchtet blau und rot.

Wenn sich der Geist auf diesem Blütenblatt ausruht, so geschehen:

  • Illusion
  • Besitzgier
  • Erwartung und
  • Lebensdurst.

#5 Das Blatt des Westens leuchtet braun und gelb.

Wenn der Geist sich auf diesem Blatt ausruht, so geschehen:

  • Begeisterung
  • Freude
  • Zerstreuung
  • Glück
  • Überschwänglichkeit und
  • Erweiterung der Erkenntnis.

#6 Das dem Vayu geweihte Blatt leuchtet dunkelblau.

Wenn sich der Geist auf diesem Blatt ausruht , so geschehen:

  • Abneigung
  • schwarze Magie
  • Mühe
  • sorgenvolle Gedanken
  • Schmerz
  • Aggression
  • Zerstörung anderer

#7 Das Blatt des Nordens leuchtet gelb.

Wenn sich der Geist darauf ausruht soll geschehen:

  • das verliebte Begehren
  • das Lachen
  • die Fröhlichkeit
  • die Finten der List.

#8 Das achte Blatt ist dem Ishana geweiht.

Wenn sich der Geist darauf ausruht, so geschehen:

  • mutige Ausdauer
  • Erkenntnis
  • rechtes Verständnis
  • Geduld
  • Verzeihung allen Wesen gegenüber
  • Mitgefühl und mutige Ausdauer.

#9 Als neunte Möglichkeit kann sich der Geist auf einem der Schnittpunkte ausruhen.

Geschieht dieses, so erscheinen drei unausgewogene Kräfte: das ist, wenn Vata, Pitta und Slesman im Ungleichgewicht sind.

Dadurch kann es passieren, dass 800 verschiedene Krankheiten ausbrechen.

#10 Es gibt eine zehnte Möglichkeit, wenn der Geist sich im Zentrum ausruht.

Geschieht das, dann nimmt der Geist den „aufsteigenden Weg„.

Die Mittel dazu sind:

  • rechte Lebensführung
  • Erkenntnis
  • Meditation
  • Unterscheidungsvermögen
  • Zufriedenheit
  • Überlegung ,  vollkommenes Verständnis
  • Yogapraxis
  • Andacht, die Wiederholung der nicht formulierten Formel.

Der Übende wird dazu gebracht, sich an die höchste Wahrheit zu erinnern und von ihr zu sprechen.

Es wird gesagt:

  • durch Pranayama vollzieht sich die Union
  • im Pranayama herrscht der Höchste Zustand
  • durch Pranayama erlangt der Übende die Befreiung
  • im Pranayama ist die vollkommene Vollendung
  • im Pranayama ist die Höchste Form des Absoluten
  • im Pranayama ist gleichzeitig das HÖCHSTE und das NICHT HÖCHSTE

Dieses ist die Höchste Erkenntnis, sie wird vom Höchsten Herrn gelehrt.

Das MANAS CHAKRA, das Chakra des GEISTES ist der Ausgangspunkt des Höchsten. Es bringt dem Übenden Glück.

Dieser Lotus ist herzförmig. Er ist nach oben abgerundet, nach unten länglich. Die Blütenblätter fließen waagerecht zur Seite. Die Gottheit, die dort herrscht ist Manas, das ”Fühldenken”.

Diese Gottheit ist nicht dargestellt.

Es ist eine geistige Fähigkeit. Die Gottheit ist ohne Stütze wie die Höchste Gottheit ebenfalls ohne Gestalt und Stütze ist. Sie ist in den Tiefen der Herzhöhle verborgen.

Im Herzbereich ist ein achtblättriger Lotos. In seinem Zentrum befindet sich ein Kreis von mikroskopischer Dimension. Darin befindet sich die Individual-Seele.

Ihre Form ist Licht.

Alle Dinge haben hier ihren Platz. Alle Dinge kommen hier zur Welt. Alle Dinge gestalten sich, alle Dinge bewegen sich.

Der Herr dieses Chakras ist der Herr, der alle Grenzen überschreitet.

Die Kraft des PranayamaEin aufsteigender „Faden“ durchzieht dieses Chakra. Über der nach unten hängenden Knospe befindet sich der Fruchtknoten: die Hülle, in der sich der Samen (bija) befindet.

Das Wort Sandhi wird in der Meditation  a u c h  für Morgen- und Abenddämmerung verwendet. Es ist der Verschmelzungspunkt zwischen zwei Zuständen, der Ort der Vereinigung, der Augenblick des Übergangs.  (Sandhi)

Hier im Manas Chakra findet  a u c h  die systematische Suche nach der absoluten Wirklichkeit statt. Angewendet wird dazu vertiefte Untersuchung und systematische Überlegung. Vicara, die systematische Suche wird durchgeführt, bis die Klarheit der höchsten Wahrheit leuchtend erstrahlt.

 

#9 Anahata Chakra

Das Chakra des Klanges, der nicht angeschlagen wird. Es befindet sich im Herzbereich.

Es ist ein zwölfblättriger Lotus von weißer und roter Farbe. Inmitten des Lotus wohnt die Gottheit MAHA Rudra.

Der Kausalkörper befindet sich hier, der Ursache-Körper. Er befindet sich im traumlosen Tiefschlaf.

Es ist die „Sprache“ des Sama Veda, im Sama Veda sind die Gesänge aufgezeichnet. Die zwölf Buchstaben sind: Ka Kha, Ga Gha, Na Ca Cha , Ja Jha, Na Ta Tha. Die Keimsilbe ist Yam. Mantra ist Gayatri Ajapa. Es wird sechstausendmal rezitiert.

Dargestellt ist Shiva Yogeshvara.

Er sitzt auf einem Tigerfell vor einem Hintergrund hoher Berge. Der Lotos hat rosa Blütenblätter. Die Erläuterungen sind in einer Versform gegeben, die aus vier Zeilen von je 12 Silben besteht.

#10 Vishuddha Chakra

Visuddha Chakra befindet sich im Kehlbereich. Es ist das Chakra des Gereinigten.

Der Lotus leuchtet rauchfarben. Es ist ein Lotus mit sechzehn Blütenblättern, mit sechszehn Zeiteinheiten versehen. Die Buchstaben auf den Blütenblättern sind die Vokale: a aa, i ii, u uu, ri ru, l ll, e ai o au am und ah.

In diesem Lotus befindet sich die lebendige Seele, der Jiva.

Die Shakti ist Avidya, die Nicht-Erkenntnis.

Visuddha Chakra ist der Ort des MAHA AKARA DEHA, das ist die „vierte“ Bedingung, Turiya. Der vierte, der Turiya Zustand, der die drei anderen: Wachzustand, Traumschlaf-Zustand und traumloser Schlafzustand transzendiert. Der Atharva Veda gehört in diesen Bereich. Das Gajatri Ajapa muss nun eintausendmal wiederholt werden.

Hier befindet sich der Flammenmund von Sushumna, der alle Farben enthält. Am Schluss des Mantras steht die Silbe …

Siddham: Es ist vollbracht.

(Anmerkung v. Lore Tomalla: in der Bibel lesen wir:   Jesus sagte am Kreuz – kurz bevor er verstarb: Es ist vollbracht)

#11 Prana Chakra

Prana Chakra ist das Chakra des Atems. Es befindet sich im Kehlbereich.

Sein Leuchten gleicht dem der aufgehenden Sonne. Es ist ein Lotus mit 32 Blütenblättern. Die Gottheit in seiner Mitte ist Prana Natha, der Herr des Atems.

Seine Shakti ist „der Pfeil“, Sara.

Es ist der Ort der zweiunddreißig Eigenschaften. Es sind 32 göttliche Jungfrauen auf jeder Seite des Weges, das sind die 64 Yoginis. Prana Natha ist klein. Er trägt ein gelbes Gewand und sitzt im Lotossitz inmitten eines roten Lotus.

Prana Chakra kann auch als Ort der LAKSANAS, der Definitionen aufgefasst werden.

#12 Galaba Chakra

Der Ort der drei Auswüchse. Es hat die Farbe der Sonnenstrahlen. Er besitzt 32 Matras, das ist eines der vedischen Versmaße. Hier befindet sich die Gottheit Agni. Seine Shakti ist die Stimme, SWARA.

Hier befindet sich das Rad der Zeit.

Weil hier der Kreis der Yoginis ist, nennt man es auch Yogini Chakra. Es ist das Chakra auf dem „halben“ Wege, im aufsteigenden Bereich. Brahmas Gattin hat auch den Namen SWARA. Eine bestimmte Musiknote wird auch Svara genannt.

Galaba Chakra trägt außerdem noch den Namen Trigranthi Sthana Sitz der der drei Auswüchse. Es befindet sich im Rachenraum. Da Galabha Sthana etwas mit der Stimme und der Stimmbildung zu tun hat, vielleicht eine Stelle innerhalb des Kehlkopfes?

#13 Cumbaka Chakra

Cumbaka ist die Kussgeberin. Cumbaka Chakra befindet sich im Mundbereich.

  • Das Chakra befindet sich innerhalb eines Lotus mit 39 Blättern. Fünf von diesen bleiben leer.
  • Es hat vierunddreißig Zeiteinheiten und
  • 32 Buchstaben, da bleiben nochmals zwei Blätter leer.

Inmitten dieses Lotus befindet sich die Gottheit des Klanges. Sie wird SHABDA genannt.

Seine Shakti ist Sarasvati.

Rishi dieses Chakras ist der ZORN (Krodha).

An der Stelle dieses Chakras werden die vier Vedas gelehrt.

Es ist der Ursprung aller Sprachen. Es ist die Pforte aller Dinge, es ist der Mund Gottes (Ishvara). Solcherart ist das Chakra der Kussgeberin im Mundbereich.

Das Chakra ist durch eine kleine rote Blume gekennzeichnet, die das Kinn schmückt. Das Chakra hat die Farbe der aufgehenden Sonne.

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