#9.3 – 27 Chakras und die Erleuchtung. Chakra 14 – 27

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 #14 Karna Mula Chakra.

Das Chakra an der Ohrenbasis am Ort des Gehörs. Sein Leuchten ist schwarz und gelb.

Es ist ein zehnblättriger Lotus versehen mit 36 Zeitmaßen. In den Matras befinden sich die 36 musikalischen Arten (Modi der RAGAS).

Inmitten des Lotus befindet sich NADA, die Gottheit des Klanges. Seine Shakti ist Sutravati, diejenige, die den Faden in der Hand hält. Äther, Akasha wird manchmal der Faden genannt, der alle Dinge verbindet, denn dort, wo Sutravati sich befindet, ist auch der Rishi Akasha, Äther.

Da ist Luft und der „WInd des Guna“ rot und die Flamme des Feuers ist schwarz. Dazu gehört die MUDRA des KLANGES, NADA MUDRA. Es gibt zwei Silben, es gibt zwei Wege. Patala ist der „niedere“ Weg mit der Silbe YA.

Im GAGANA Mandala befindet sich die himmlische Welt die Silbe lautet JNA. Beide befinden sich innerhalb der 25 Phoneme, wo sie etabliert sind.

Die heilige Hymne hat die Macht der Silbe JNAM. Sie verändert sich und wird die Silbe SANG. Es ist der GROßE KLANG.

Dieses Chakra wird durch zwei ganz kleine gelbe Blumen dargestellt, die sich wie Ohrringe an den Ohrläppchen befinden.

Die beiden Silben YA und JNA ergeben das Wort YAJNA = Opfer. AKSARA = BIJA AKSARA = die Phoneme, die in den Mantras den Klang erzeugen.

Es gibt deren 52.

  • Zehn Vokale
  • anusvara und Visarga
  • Kehlkopf-Konsonanten
  • Gaumenlaute
  • im Kopf klingende Laute
  • die Zahnlaute, die erklingen, wenn man die Zunge an die Zähne hält
  • die Lippenlaute
  • die Halbvokale
  • die Zischlaute und
  • den göttlichen Hauchlaut „h“.
  • Außerdem noch die austauschbaren Laute jna und ksa, sie sind zusammengesetzte Laute (Komposita).

#15 Triveni oder Nasika Chakra

Das Chakra des Zusammenflusses der drei Ströme.

Es ist ein mächtiges Chakra im Nasenbereich. Es ist ein dreiblättriger Lotus mit drei Farben: schwarz, weiß, rot. Es weist nach unten.

  • Es sind die Buchstaben A U und M.
  • Es sind die Ströme Ida, Pingala und Sushumna, die als Ganges, Yamuna und Sarasvati anzusehen sind.
  • Es sind die Gottheiten Brahma, Narayana und Mahadeva.
  • Es sind Mond, Sonne und Feuer.
  • Es ist die himmlische Welt, die Welt der Sterblichen und die Welt der Höllen.
  • Es sind Buhur, Bhuvaha und Swaha,
  • Es ist die Silbe OM.

Rishi ist die kosmische Individuation, MAHA AHAMKARA.

Die im Text erwähnten drei Farben werden den drei Gunas zugeordnet: Tamas Rajas und Sattwa.

Svarga wird auch als Himmel oder Paradies interpretiert, Mrtyu ist die Welt des Todes und Patala kann man auch als Welt der ASURAS der NAGAS und/oder anderer Wesen ansehen.

#16 Adnja Chakra

Das Chakra des Befehls im Bereich der Augenbrauen.

Es ist ein zweiblättriger Lotus im Bereich der Augenbrauen. Der Glanz dıeses Lotus ist rubınfarben.

  • Es hat zwei Zeıtmaße, HANG und KSHANG.
  • Gottheit ist PARAMA HAMSA.
  • Shakti die Erkenntnis Jnana.
  • Rishi ist der Hamsa.

Das Sprachstadium wird als „den Höchsten transzendierend“ bezeichnet, Paratpara. Auch diesem Chakra wird der Samaveda zugeordnet.

Die Heilige Hymne ist das Nicht-Manifestierte Gayatri, ist die Noch-nicht-formulierte Formel. Sie soll tausendmal rezitiert werden.

Es ist der Erkenntniskörper JNANA DEHA, es ist der Zustand Unmani Avastha, der nicht-geistige Zustand. Von den sechs Arten der Darshanas ist es die Buddhistische Lehre.

#17 Triveni Chakra zwischen den Augenbrauen

Es ist der Zusammenfluss der drei Ströme im Nasenbereich.

Im Unterschied zum bereits beschriebenen Triveni Chakra, das nach unten wies, weist dieses Triveni Chakra nach oben.

  • Dieses ist das Triveni Chakra im Bereich der Entsagung.
  • Es ist das Mandala der drei Welten Bhuhur Bhuvaha Svaha.
  • Es ist der Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und Sarasvati.
  • Es ist der Platz, an dem Ida, Pingala und Sushumna sich vereinigen.
  • Es ist ein 26 blättriger Lotus.

Der Yogi, der über dieses Chakra meditiert, wird ein Sehender der drei Zeitdimensionen:

  • Gegenwart
  • Vergangenheit und
  • Zukunft.

Inmitten dieses Lotus ist die Gottheit Maheshvara. Seine Shakti ist Ishvari. Rishi ist die Silbe OM.

Demnach gibt es ein Triveni Chakra, das nach oben gewendet ist und eines, das nach unten weist.

Hier befindet sich die Kreuzung des Weges, der zu den drei Welten weist. Man darf annehmen, daß es sich um eine Spiegelungsebene handelt, eine Verdopplung desselben Chakras einmal im Bereich der Entsagung und einmal im Bereich der Nase.

Über die Wichtigkeit des zweiten Triveni Cakras:

Das ist die Kern Aussage, daß Triveni Chakra DOPPELT ist und dazwischen die Spiegelungsebene.

  1. Die irdischen Welten und
  2. die Himmlischen Welten,

» und dazwischen die Spiegelungsebene.

#18 Chandra Chakra

Das Mondchakra im Stirnbereich. Es ist ein zweiunddreißigblättriger Lotus. Er leuchtet weiß und rot. Er hat 32 Schwingungen.

  • Gottheit ist der Mond.
  • Seine Shakti ist Amrita, die Unsterbliche.
  • Rishi ist der Geist (MANAS) mit 16 Phasen.

Gayatri ist Kamadhenu, die Kuh, die alle Begehren stillt. Ambrosia fließt in Strömen. Die Sonne wird sich unter den Einfluss des Mondes stellen.

Es ist ein mit den Spitzen nach unten weisender Halbmond, umgeben von 32 Blütenblättern.

Da es sechzehn Mondphasen gibt, ist es die doppelte Anzahl von Blütenblättern. Amrita ist der Name der ersten Phase des Mondes. „Sonne“ und „Mond“ wärmende und kühlende Energien arbeiten harmonisch zusammen und halten die Körpertemperatur konstant. Wo nicht, gibt es Überwärmung, z.B. Fieber.

#19 Amrita Chakra

Das ist das Chakra der Unsterblichkeit. Es befindet sich in der Stirngegend. Es wird auch Purnagiri genannt.

Das Gayatri ist die Kuh, die alle Wünsche erfüllt, Kamadhenu. Ihre Zitzen sind der Ort, wo die heilige Flüssigkeit strömt: Soma.

Jede Zitze ihres Euters hat einen Namen:

  • Ambika
  • Lambuka
  • Talika und
  • Ghantika.

Die Wunschkuh lässt das Getränk der Unsterblichkeit fließen.

Die Mitte ihres Körpers bildet die Versinnbildlichung der Individuation (Ahamkara}. Auf ihrem Kopf herrscht die Flamme Brahma Pada, Sinnbild der absoluten Wirklichkeit.

Kamadhenu ist ein Fabeltier

Sie hat Menschenaugen, einen Rabenschnabel, einen Pferdehals, einen Kuhkörper, Schwanenflügel und einen Pfauenschweif.

Alle Menschen sollten Yoga betreiben. Der „Mond“ im „Himmel“ sondert Feuchtigkeit ab. Er lässt für die Yogis Nektar fließen. Der Yogi, der im‘ Besitz der unformulierten Formel, des Großen Ajapa Mantra, ist und das noch nie ausgesprochen wurde, bleibt immer Sieger.

DIe vier heiligen Pitha sind:

  • Jalandhara
  • Uddiyana
  • PurnaGiri und
  • KamaRupa.

#20 Brahma Dvara Chakra

Dies ist das Chakra an der Pforte Brahmas, im oberen Bereich der Stirn. Es ist ein Lotus mit hundert Blättern. Der Lotus hat alle Regenbogenfarben.

  • Die Gottheit inmitten des Lotus ist der Hamsah. Dargestellt ist er als ein weißer Reiher.
  • Seine Shakti ist Vicara, die methodische Suche.
  • Rishi ist Brahman.

Dieser Weg wird die MACHT-DURCH-DIE-BEFREIUNG-ZU GEHEN genannt. (Makrim Sutra, Krim ist eines der Bija Mantras).

Der Hamsah ist dargestellt vor einem intensiv blauen Hintergrund.

  • Sein Lotos ist von mehreren konzentrischen Blütenkreisen umgeben.
  • Es ist die Schwelle zur‘ Absoluten Wirklichkeit.
  • Indra ist der Regengott, daher ist der Regenbogen Indras Bogen.

#21 Kundani Chakra

Das ist ein sechshundert-blättriger Lotus. Dieses Chakra hat als einziges eine rechteckige Form.

Auf seinen vier Seiten gruppieren sich strahlend rote Blütenblätter.

Auch Kundalini ist dargestellt, wie sie aufgerichtet ist und das BrahmaRandhra erreicht. Akutha Kundalini ist der Weg zu  den himmlischen Welten (Swarga).

Inmitten des Lotus, der die Vedas erleuchtet und die Leuchtkraft der soeben aufgegangenen Sonne hat, befindet sich die Gottheit Viraj. Viraj ist das Kosmische Gewissen. Er herrscht im gesamten manifestierten Universum. Es ist Brahmans Wachzustand.

Sein Körper ist aus der Ganzheit des manifestierten Universums zusammengesetzt, materiell, grobstofflich und physisch. Die dargestellte Figur könnte auch die individuelle Seele Jiva sein. Sie ist der Maya, der Täuschung, unterworfen. Hier befindet  sich die Schwelle zur Absoluten Wirklichkeit

#22 Brahmarandhra Chakra

Dieses Chakra mündet auf die Öffnung zur absoluten Wirklichkeit, Brahmarandhra. Es befindet sich im Bereich der Schädeldecke. Es ist ein tausendblättriger Lotus und leuchtet in allen Farben.

  • Es ist versehen mit tausend Schwingungen.
  • Die Blütenblätter sind geschmückt mit tausend Buchstaben.
  • Die Gottheit inmitten des Lotus ist der GURU, der spirituelle Lehrer.
  • Seine Shakti ist Caitanya, der Intellekt.

Dort, wo sich der spirituelle Lehrer befindet, befindet sich auch der Höchste HAMSÄ, der Paramahamsa. An dieser Stelle erklingt die unformulierte Formel, das Gayatri, das alle Laute, alle Klänge, alle Phoneme umfasst.

Hier haben mehr als tausend Atembewegungen ihren Ursprung.

Das unformulierte Mantra muss während 21600 Atembewegungen wiederholt werden. Der Yogin, der dieses Große Mantra besitzt, ist immer Sieger. Er wird SHAKSIN genannt. Von den sechs Darshanas ist es der Gewissens-Zeuge des Beobachters.

Brahmarandhra Chakra ist die Öffnung zur absoluten Wirklichkeit. Es befindet sich im Bereich der Schädeldecke. Es wird auch SAHASRARA CHAKRA genannt, der tausendblättrige Lotudatenschutz.manipura.de.

Man findet auch die Bezeichnung. Sahasra Dala Padma.

Die Zahl tausend symbolisiert hier die Unendlichkeit. Der tausendblattrige Lotus bewirkt bei dem Yogi, der sich bis dahin entwickelt, die totale Gewissensentfaltung. Das Gewissen wird sehr fein. Nur, wer das erlangt hat, weiß.

Dieser Lotus wird aber nicht als die letzte Etappe auf dem Yogaweg angesehen. Die Zahl tausend wird überboten von anderen Lotussen. Sie sind diesem tausendblattrigen beigesellt. Sie sollen transzendentale Zustände versinnbildlichen.

#23 Urdhva Randhra Chakra

Dieses Chakra ist oberhalb des Brahmarandhra. Dieser Bereich wird TALIMA genannt. Dieser Lotus hat 64 Blütenblätter. Es hat die Leuchtkraft der aufgehenden Sonne.

  • Es ist versehen mit 64 Matras, die inmitten des Lotus ihren ganz bestimmten Platz haben.
  • Außer den 64 Matra gibt es noch  64  KALA.

Das Mandala hat vier Halbkreise, die um einen mittleren Kreis angeordnet sind.

In diesem mittleren Kreis ist der Begründer des NATHA KULTES, Shri GORAKSA abgebildet. Goraksa ist grün gekleidet. Er sitzt im Halblotos. Er streckt die Arme zur Seite, zeigt JNANA Mudra, indem Zeigefinger und Daumen sich berühren. Er legt die Hände aber nicht auf die  Knie, sondern hält sie etwas erhoben. Das olivgrün der Gestalt und das rotbraun des Lotus bilden eine interessante Farbharmonie.

Goraksa wird als Guru übergeordnet betrachtet. Er wird angesehen als die erste Bestimmung des Unbestimmbaren. Das nächstfolgende Chakra wird als „Haus” dieses Unbestimmbaren bezeichnet.

Shakti des Shri Goraknath ist die etablierte Wahrheit SIDDHA ANTA. Wo sie ist, befindet sich Shri NIRANJANA. Das ist die Bezeichnung für unseren Subtilkörper.

Man sagt, jeder von uns hat zehn Körper: Der Subtilkörper ist der zehnte von diesen. Es ist der Körper der LAYA, der Zustand der Auflösung aller Granthis (Knoten, die sich im feinstofflichen durch Keime sündiger Gedanken bilden).

Die Wahrheit Siddha Anta erlangt man durch intellektuelle Suche oder durch Yoga Askese. Unser Text gibt der zweiten Methode den Vorrang.

#24 Alesa Chakra

Alesa ist ein Schreibfehler. Es muss vermutlich ALAKSYA, das Chakra des Unbestimmbaren heißen. Dieses Chakra befindet sich im Bereich des UNZUGÄNGLICHEN GEHEIMNIS, GAHVARA GUHA.

Alaksya Chakra ist ein Lotus mit zehnmillionen Blütenblättern. Die Blütenblätter funkeln wie eine Traube von Lichtern. Zehnmillionen Zeitmaße haben da ihren Ursprung.

Inmitten dieses Lotus wohnt die Gottheit ALAKSYA NATHA, der Herr des Unbestimmbaren. Zehnmillionen Schwingungen haben hier ihren Ursprung, jede an dem ihr bestimmten Platz. Millionen von Zeitmaßen, Millionen von poetischen Versmaßen (Metren).

  • SHAKTI des ALAKSYA NATHA ist MULA MAYA, die gundlegende Illusion.
  • Rishi ist MAHA VISHNU.

Hier ist der Zustand der Auflösung, LAYA verwirklicht. Hier ist bereits der Körper des LEBENSHAUCHES des KOSMOS, Brahmanda Prana, ein anderer Körper von den zehn möglichen.

Die Bedingung des SAMADHI führt zu weiterer Meditation. Atem und Geist werden in diesen Zustand hinein absorbiert. Der Zustand der Stabilität ist erreicht: STHITI.

Der Yogi ist MEISTER geworden. Er ist auf dem Wege zu SIDDHANTA. Am geheimen Ort wohnt derjenige mit dem „RABENGESICHT”. ALAKSYA CHAKRA ist die Vorpforte, man nennt sie PRAG — DVARA. Es ist die Nahtstelle des verkörperten SEINS.

Die Vorpforte hat einen Durchbruch, der eine schöne Öffnung ist. Das Chakra hat die Form eines Tores mit Spitzbogen. Es gibt keine Darstellung einer Gottheit.

Der Herr des Unbestimmbaren wird nicht dargestellt. Man sieht einen länglichen Gegenstand mit einer länglichen Öffnung, es erinnert an einen Opferstock. Wenn man es sich in größeren Dimensionen vorstellt, könnte es ein Unterseeboot oder ein Raumschiff sein.

Gahvara Guha ist dasjenige, was kein Wort ausdrücken kann, was kein Zeichen charakterisieren kann. Es kann dafür nicht einmal eine Markierung oder sonst eine zeichnerische  Darstellung geben. Es ist das absolut Unbegreifliche, unfassbare Absolute. Es ist unnennbar.

Die Katha Upanisad versucht folgende Beschreibung:

Dieser Gott ist schwer zu entdecken, er ist auch schwer zu verbergen. Er hat die, Schöpfung durchdrungen. Er ist gegenwärtig im Verborgenen, im Geheimnis Guha Ahitam. Er herrscht in der allertiefsten Tiefe. Er herrscht im Unzugänglichen, Unerreichbaren, im

GAJVARE STHA. Dieser Gott war immer, ist jetzt und er wird immer sein. Er ist der Weise.

Wer ihn durch Beherrschung von Yoga und der Konzentration auf das SELBST verinnerlicht hat, lässt Freude und Leid hinter sich. Siddhanta bezeichnet die letzte Wahrheit erlangt durch Siddha mittels Yoga—Erfahrung.

Von den Siddhas wird sie formuliert für die gegenwärtigen Jünger in Form von Aximen und Prinzipien, damit sie auch zukünftigen Jüngern als Leitfaden auf dem Yogawege dienen können.

Die Vordertür der Pforte des Ostens ist die Obere Öffnung von Sushumna, im Gegensatz zur Westpforte Pascima Dwara, die im Muladhara liegt, also die untere Öffnung der Sushumna Nadi ist.

Jiva Siva Sthana: Der Ort, wo das lebende Wesen genäht ist, Vermutlich die Schädelnähte, Fontanelle.

#25 AKUTHA Pitha —oder Punya Giri Chakra

Das ChakraPunya im heiligen Ort, der Pitha Akuta. Der Lotos Akutha hat zehnmillionen Blütenblätter und erstrahlt in allen Farben. Es sieht wunderschön aus wie ein Kaleidoskop, wie ein Prisma.

Die Gottheit Shri AKALA NATHA ist der Herr des Nicht-Geformten, des Nicht-Zusammengesetzten.

Seine Shakti wird AKALESHVARI genannt, die Zeitlose.

Es gibt keine Darstellung des AKALA NATHA. Es ist dieses rätselhafte Dreieck A — Ka — Tha, das wir schon früher kennengelernt haben, es kommt auch im Paduka Pancaka vor.

Beide Wörter Akala und Niskala bedeuten

  • nicht aus Teilen bestehend
  • unteilbar
  • unerschaffen.

» Akala Natha ist der Herr und Meister desjenigen, was noch nicht geschaffen ist.

#26 GULAHARA CHAKRA

Dieses Chakra befindet sich in der Region der Siddhas.

  • Vom Brahmanda (Ei des Brahmans) ausgehend, ist es die einundzwanzigste Welt.
  • Es ist ein Lotos mit unzähligen Blütenblättern, strahlend wie eine unendliche Sonne.

Unzählig sind die Farben seiner Leuchtkraft, unzählig die Schwingungen, die diesen Lotos begleiten.

Inmitten dieses Lotos ist der UNWANDELBARE HERR, ACYUTA NATHA.

Seine Shakti ist die Unendlichkeit, Ananta. Dort, wo sich Ananta befindet, wohnt der Rishi ACYUTA MUNI. Acyuta Muni ist der Erkenntniskörper des ABSOLUTEN Brahma Vijnana.

Vom Physischen Kosmos ausgehend ist es der einundzwanzigste Ort.

Die Stellung des vollkommenen Yogins bildet eine sphärische Form. Er nimmt diese Position ein in dem Ort der VAIKUNTHA genannt wird. Dort wohnt der Yogin auf dem Berge KAILASA. Das Leuchten des

Gulahara Chakra gleicht dem Leuchten eines Blitzstrahles.

Es leuchtet nach allen Seiten, sowohl zur Seite wie auch in die Höhe, vertikal und senkrecht. Das Chakra wird dargestellt als ein Rechteck, das höher als breit ist. Es hat Blitze in allen Richtungen.

  • In der Mitte ist eine vielfarbige Rosette.
  • Die schmale Basis dieses hohen Rechtecks ruht auf vier großen Blütenblättern.
  • Das Zentrum ist leer und weiß, wie auch im vorigen Punya Giri Chakra—Diagramm.

Das Wort Gulahara steht in keinem Sanskrit—Lexikon.

Das Gulahara Mandala wird erklärt als Siddha Mandala, Kreis der Siddhas oder Versammlung der Siddhas.

ACYUTA ist der standhafte, der Unvergängliche, Unerschütterliche. Die Blütenblätter des Chakras sind unzählig, aber nicht, wie im folgenden Chakra unendlich viele. Unermesslich ist nicht dasselbe wie unendlich. Es ist wichtig, sich das klar zu machen.

VAIKUNTHA ist der Aufenthalt des Höchsten Gottes, der Himmel oder SEIN HÖCHSTER AUFENTHALT. Kailas Berg Kailasa und Vaikuntha sind Synonyme — gleichbedeutende Wörter

#27 Niradhara Chakra

Niradhara ist das Chakra des Nicht—Fundierten im Ort OHNE STÜTZE. Dieser Lotos hat eine unendliche Anzahl von Blütenblättern mit unendlich vielen Farben. Die Anzahl der Schwingungen ist ebenfalls unendlich.

Inmitten dieses Lotos nehmen diese unendlich vielen Schwingungen Ihren Ursprung, ihren Ausgangspunkt.

Unzählig viele sind die Erden, die Weltenräume, die Lüfte, die Gewässer, unendlich viele die Feuer. Unendlich viele sind die Monde, unendliche viele die Schöpferisch tätigen Kräfte, die Erhaltenden, die Zerstörenden. Unendlich viele sind auch die INDRA KUBERA, die Tode, unendlich ist die Liebe.

Inmitten des Lotus ist die Gottheit DER HÖCHSTE GURU und seine SHAKTI, die die HÖCHSTE KRAFT ist. Wo auch immer sie sich befindet, ist auch der Rishi, DER GROßE GURU. Es ist der ORT DES ABSOLUTEN.

Er wird DAS BRAHMAN genannt.

  • ER ist der UNVERÄNDERLICHE, DER UNBESTIMMBARE.
  • Es ist der Zustand der Seligkeit, es ist der Zustand OHNE STÜTZE.
  • Es ist die HOCHSTE HEIMSTATT.
  • Es ist dasjenige, auf das sich der Yogi konzentriert, wenn er meditiert.

Dieser Lotus ist absolut leer. Leer von jeglichem Klang, auch leer von der Silbe OM. Im NIRADHARA CKAKRA wohnt der HÖCHSTE GURU, der sich von demjenigen, der das Sahasrara Chakra im Brahma Randhra bewohnt, unterscheidet.

Er ist als nackter Yogi dargestellt. Die Nacktheit, die Blöße gilt an dieser Stelle als das Symbol des höchsten Zustandes, die vollkommene Entblößung als der Zustand des Vollkommen SEINS.

Es ist die Darstellung des Asketen, die vollkommene Vereinigung von PARAMAGURU und PARAMA SHAKTI. Ein solcher Asket wird auch Digambarji genannt: Der Luftbekleidete. Er führt ein äußerst bescheidenes, anspruchsloses Leben, nimmt von allem nur das unbedingt notwendige.

Niradhara Chakra ist der Ort ohne Basis, ohne Fundament.

Er ruht auf nichts Anderem, er ist auf nichts Anderes gestützt. Er leitet sich auch methodisch von nichts Anderem ab. Er selbst ist die Quelle, von der alles ausgeht.

Alles leitet sich von dieser SELBST—QUELLE ab.


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