#11.1 – STHULA DHYANA, die grobstoffliche Meditation

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Wie erreicht man denn nun diesen in allen altehrwürdigen Schriften so gepriesenen Zustand der Gedankenstille und des Überwindens aller Eigenschaften?

Es ist ein Weg der Meditation. Wer schon auf Erden in diesen Zustand göttlichen Gleichmuts gerät, der wird nicht mehr zornig, der verachtet nichts mehr, er tut alle Dinge vorbildlich.

Welche Yoga-Übungen führen in den Zustand der Gedankenstille?

Außer den Körperübungen, den Atemübungen und den Vorstellungsübungen, mit denen wir die Lebenskraft lenken lernten, gibt es Konzentrationsübungen, die Dharana genannt werden.

Die Konzentration wird zunächst auf die Chakras ausgeführt.

Wir arbeiten bei unseren Schulungstreffen aber nur mit den sieben wichtigsten Chakras, beginnend mit dem untersten, Mula Chakra. Diese Konzentrationsübungen gelingen durch regelmäßiges Üben immer besser, bis aus Konzentration Meditation wird.

Wir konzentrieren uns solange auf z.B. Mula Chakra, bis wir „eins werden mit dem Meditationsobjekt„. Was bedeutet, wir brauchen uns nicht mehr konzentrieren, unser Denken ist dahin aufgesaugt, wir haben den Zustand Dhyana, Meditation, erreicht.

Wenn das Denken dann noch ruhiger wird , so erreichen wir den Zustand absoluten Nicht-denkens – Samadhi.

Erst wenn es uns gelingt, alle diese Begriffe nicht nur zu kennen, sondern bewusst anzuwenden, so ist das SAMYAMA.

Die Dharanas, die Konzentrationsübungen

Dieses Kapitel wird uns zunächst die Dharanas, die Konzentrationsübungen nahebringen.

Wir werden …

  • STHULA DHYANA, die grobstoffliche Meditation
  • JYOTIR DHYANA, die Lichtmeditation und
  • SUKSMA DHYANA, die feinstoffliche Meditation kennenlernen.

Letztere führt zu den paradiesischen Bewusstseins-Stadien des Samadhi, deren es acht verschiedene gibt.

  • Mit und ohne Vorstellungsobjekt
  • mit und ohne Störung
  • mit und ohne Gedankenkeime
  • wenn alle Wahrnehmungsorgane und Wahrnehmungsmöglichkeiten ruhen

Wenn dann auch noch alle Konzepte, alle Vorbestimmungen zum Schweigen gebracht sind, dann kann der allerhöchste Samadhi eintreten.

Samadhi

Dieses Glücksgefühl, diese Wonne, die keinerlei Ursache hat, diese Seins-Bewusstseins-Seligkeit ist unbeschreiblich.

Wir setzen uns zunächst ein leichter erreichbares Ziel und beginnen mit den Konzentrationsübungen, Dharana.

Fernziel ist Verinnerlichung, Dhyana zunächst in den drei unteren Chakras zu erreichen.

#1 Konzentration auf Muladhara

Der erste Schritt auf dem Weg der Dharanas ist dieser. Es gibt 5 Dharanas.

Anfänger dieser Technik führen sie aus wie folgt:

  • Mindestens drei Monate jeden Morgen 10 Minuten Konzentration auf den unteren Bereich des Körpers, Beine und Rumpfboden, Mula Chakra genannt.

Sitzen wie beschrieben:

Siddha Asana – Lotossitz oder aufrecht auf einem Hocker (also ein Stuhl, der so niedrig wie möglich ist und keine Lehne hat)

Wechselatem wie beschrieben:

Von links nach rechts

  • Etwa acht Sekunden lang durch das linke Nasenloch einatmen, dann
  • 8 Sekunden den Atem anhalten, also nicht atmen, und dann
  • durch das andere-das rechte Nasenloch acht Sekunden ausatmen.

Von rechts nach links

  • Nach kurzer Pause durch das gleiche – also das rechte Nasenloch acht Sekunden einatmen
  • dann acht Sekunden den Atem anhalten, anschließend
  • durch das andere, das linke Nasenloch acht Sekunden ausatmen.

Insgesamt beide Richtungen im gleichmässigen Wechsel üben

  • Nach kurzer Pause links wieder einatmen, dann anhalten und rechts wieder ausatmen, dann rechts wieder einatmen, anhalten und links wieder ausatmen.

Und das zehn Minuten lang

Einige Tipps zur Ausführung

  • Wenn Sie acht Sekunden noch nicht schaffen sollten, versuchen Sie 6 Sekunden 10 Tage lang und dann versuchen Sie zu steigern auf 8 Sekunden.
  • Üben Sie zunächst 5 Minuten eine Woche lang und dann allmählich steigern, je nach Ihrer Möglichkeit.
  • Erst wenn Sie das mühelos fertig bringen, können Sie während des Atem-Anhaltens die Silbe lang, lang, lang, lang, lang, lang lang, lang acht mal denken

Das erhöht die Konzentration auf den unteren Bereich und verleiht Stetigkeit. Sie werden nicht mehr unruhig während des Sitzens.

Gelingt das ohne Schwierigkeit, …

Prana ins Herzchakra bringen

  • lassen Sie die PranaEnergie vom Beckenboden in der Körperachse (Susumna) bis zum Herzchakra (Anahata) aufsteigen und bewahren den Prana dort.

Wenn das mühelos gelingt, werden Sie noch einige Zeit brauchen bis Sie die nächste Konzentrationsübung vollkommen beherrschen.

Prana ins Denkorgan bringen

  • Der Prana soll danach – also nach diesen 10 Minuten üben – zwei Stunden lang im Denkorgan bewahrt werden, also dort bleiben (Geduld !!)
  • Als Abschluß übe ich immer Kapalabhati – die Übung, die das Denken hell macht (das heftige Ausstoßen der Luft) verbunden mit Wechselatem. Das hilft dem Prana, im Denkorgan zu bleiben.

Sollte es uns gelingen, die Farbe Gelb oder Gold im untersten Rumpfbereich (Mula Chakra) „sehen“ zu können, so ist das schon Dhyana


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#2 Konzentration auf Swadhistana

Drei Monate später können Sie mit der Konzentration auf das nächsthöhere Chakra beginnen, das Swadhistana Chakra.

Das Swa Dhi Sthana Chakra gilt als die Selbst-Quelle.

Während der Konzentration auf dieses Chakra werden Ihnen gute Ideen für Ihren Alltag kommen. Es lohnt sich, diese zu verwirklichen.

Sie arbeiten mit diesem Chakra wie folgt: …

  • Wechselatem wie bekannt
  • Konzentration auf den Bereich zwischen Nabel und Bauchfalte bis hin zum Rücken, Kreuzbeingegend.

Die Bauchfalte ist der Bereich über dem Schambein, wo sich bei vielen Menschen eine runde Falte von einer Seite zur anderen zieht.

Sie können zunächst sich einen Silberfaden  von Bauchfalte zum Kreuzbein vorstellen und an diesem hin und her denken während der Atmung.

Wir kennen das schon vom Liegen – aber aufrecht sitzend ist es schwieriger.

Konzentration

  • Einatmen von Kreuzbein bis Bauchfalte
  • anhaltend die Lebenskraft in der Mitte dieses Bereiches sammeln (etwa Bereich Wirbelsäule)
  • ausatmen von Bauchfalte bis Kreuzbein am Silberfaden entlang.

Während dieser vorbereitenden Konzentrationsübung brauchen wir den Wechselatem noch nicht. Für die nun folgende Konzentration wenden wir ihn an.

Wechselatem

  • Wir konzentrieren uns nun auf den ganzen Bereich rund um die Wirbelsäule, so breit wie der Zwischenraum zwischen Nabel und Bauchfalte.
  • Während des Atem Anhaltens wiederholen wir die Silbe vang achtmal.

Es gibt schwierigere Rhythmen, aber die sind nicht gut für Europäer.

Wir haben vielleicht früher geraucht, oder wir gehen gern in ein gutes Restaurant essen und dort wird geraucht und wir müssen diesen Qualm schlucken. Außerdem leben wir in schlecht gelüfteten Räumen, weil wir Heizkosten sparen wollen. Alles das schadet unseren Lungen und deshalb können wir uns so schwierige Atemrhythmen nicht zumuten, wie sie den Naturvölkern möglich sind.

Außerdem leiden wir unter dem Stress, den Beruf und Hochhaus-Wohnverhältnisse mit sich bringen. Zivilisation hat ihre Vorteile – aber sie fordert ihren Tribut von uns allen.

  • Die Konzentration auf Swadhisthana Chakra bringt dem Übenden Glück.
  • Viele gesundheitliche Probleme verschwinden bei regelmäßiger Praxis.
  • Diese Konzentration auf SwaDhiSthana Chakra beseitigt die Bereitschaft, Sünden zu begehen.

Somit geschieht mit uns ein Läuterungsprozess während der drei Monate Konzentration auf diesen Körperbereich.

Wenn die Konzentration geschieht, ohne daß wir unsere Aufmerksamkeit besonders darauf richten müssen, so ist es schon Dhyana. Zu diesem Dhyana gehört die Farbe Weiß.

#3 Konzentration auf das Feuerelement

Drei Monate später können wir uns die nächste Aufgabe stellen, die Konzentration auf das Feuerelement.

Es hat den Namen ManipuraChakra. Es wird ausgefuhrt wie folgt:

Wechselatem wie gehabt, Konzentration auf die Nabelregion und den ganzen Bereich bis zum Rücken hin. Es ist breit, wie zwei Hände breit sind.

Wir stellen uns die Pranakraft leuchtend rot vor wie die Sonne, wenn sie auf oder untergeht.

Diese Konzentration bewirkt, dass wir nie mehr zornig werden.

Das ist nun nicht so, dass man sich wie ein Trottel alles gefallen lässt.

Nur, man lernt, ohne Zorn zu reagieren. Es ist viel wirkungsvoller, wenn man ruhig und sachlich reagiert – und es bringt raschere Ergebnisse. Diese Konzentration bewirkt auch, dass der Übende die Angst vor dem Tode verliert.

  • Mit dem Atemanhalten soll die Silbe rang achtmal in Gedanken wiederholt werden.
  • Zwei Stunden soll diese Konzentrationsübung im Denkorgan nachwirken, nach“schwingen”.

Nachdem dies drei Monate morgens und abends je 10 Minuten geübt wurde, ist die Zeit gekommen, sich der nächsten Übung zu widmen.

#4 Herzchakra

Sie regt das Herzchakra an.

Das Vayu Tattwa hat die Farbe wie blauschimmerndes Rauchglas oder wie dichtwogende, schwere Regenwolken der Tropen.

  • Während der Atempause wird die Silbe yang in Gedanken achtmal wiederholt.
  • Diese Übung begünstigt eine hochgeistige, hingabevolle Einstellung zum Leben.
  • Auch dieses soll zwei Stunden im Denkorgan nachschwingen.

Die Übung hilft, Wünsche beherrschen, indem eine Auswahl getroffen und das Denken zielgerichtet (ekaagrata) wird.

Der Übende kann bei regelmäßiger erfolgreicher Praxis ein Gefühl der Leichtigkeit haben, als ob er schwebe. Er stellt sich dies nicht willentlich vor, er nimmt auch keinerlei Drogen oder Medikamente, oder was es sonst noch für Vorurteile gegen Yoga gibt:

Der Übende hat während tiefer Meditation dieses Gefühl der Leichtigkeit; – es ist etwa wie im Traum.


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Die fünf VAYUS gehören zu den TATTWAS:

  • Prana
  • Apana
  • Vyana
  • Samana
  • Udana.

Diese Konzentrationsübung regt Udana an.

  • Man übt gleichmütig – also ohne sich vorzustellen, man würde leicht oder man würde Wünsche aufgeben.
  • Man übt geduldig und regelmäßig Wechselatem mit Atem anhalten und der Silbe yang
  • Jeden Morgen und jeden Abend zehn Minuten. Eines Tages wird der Erfolg eintreten, ohne weiteres Bemühen.

Beim Herzchakra sollten wir etwas länger verweilen. Es ist enorm wichtig, nicht nur für Christen wegen der Herz-Jesu – Meditation, die sich wesentlich leichter durchführen lässt, wenn man diese „heidnische“ Übung kennt.

Dieses feine Lebenselement, dieses winzige Samenkorn, das so klein ist, dass man nichts mehr erkennen kann und doch größer ist als alle Himmel, ist für die  Entwicklung der Herzkraft, der Nächstenliebe, wichtiger als zunächst einzusehen ist.

Ich kann Sie das nicht lehren. Es ist unerklärbar und man kann es nicht beschreiben.

Üben Sie, bis Sie den Erfolg spüren.

Manche haben ihn schon nach einem halben Jahr – andere üben mehrere Jahre und „haben“ es immer noch nicht. Verweilen Sie bei diesem Chakra also mindestens ein halbes Jahr und kehren Sie immer wieder zu dieser Meditation zurück, wenn Sie die Reihe beendet haben.

Das Herzchakra ist die Mitte. Ihre Mitte, die Mitte eines jeden von uns.

Es gibt doch diesen heiligen Leuchter mit sieben Armen.

3 ChakrasDrei Chakras sind oberhalb der Mitte und drei Chakras sind unterhalb dieser Mitte. Der Mensch birgt ein großes Geheimnis in sich.

Wir sind hier noch bei Sthula Dhyana, der grobstofflichen Meditation.

Wenn wir JYOTI-Dhyana üben werden, die Lichtmeditation, werden wir nur nach langjährigem beharrlichem Üben ein besseres Verständnis für diese esoterischen Wahrheiten gewinnen.

Hier hab ich übrigens bei Pinterest ein Pinnboard mit weiteren Tipps dazu angelegt, …

Im nächsten Kapitel gehts um die drei Chakren oberhalb des Herzchakras.


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Lore Tomalla

About Lore Tomalla

Lore Tomalla ist gewohnt, aus der Not eine Tugend zu machen. Sie hatte Rückenschmerzen, übte Yoga und war schmerzfrei. Sie schreibt Gedichte und Kurzgeschichten für Fans.

Lore hat die Übersetzungrechte für die Veröffentlichungen des Kaivalyadharma-Institutes, Indiens ältestem Yogatherapie-Institut. Sie hat für das Institut eine ganze Reihe von Yoga-Literatur ins Deutsche übersetzt.

Sie transportiert ein wirklich sehr umfassendes Wissen.

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