YS1.15 – Phantasiereise für mehr Gelassenheit in Patanjali’s Hütte (Youtube-Video)

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Phantasiereise für mehr Gelassenheit

Phantasiereise für mehr Gelassenheit – damit kommst du ganz schnell an den Punkt dass du die Dinge so richtig geil loslassen kannst. Loslassen wie Patanjali es uns im Yoga-Sutra lehrt.

Lass dich mal ein, auf eine Phantasiereise für mehr Gelassenheit. Wir reisen in Patanjalis Hütte und schauen uns das gelassene Leben der Yogis an. Noch mehr: Wir holen es uns in unser eigenes Leben.

Das ist geil.

★★★ Für Eilige: Die Video-Zusammenfassung ★★★

Yoga-Sutra Patanjali Vers 1.15 – totale Gelassenheit durch innere Freiheit von den Dingen

दृष्टानुश्रविकविषयवितृष्णस्य वशीकारसंज्णा वैराग्यम् ॥१५॥

dr̥ṣṭa-anuśravika-viṣaya-vitr̥ṣṇasya vaśīkāra-saṁjṇā vairāgyam ॥15॥

Gelassenheit entsteht, wenn wenn der Durst nach den Dingen, die man sieht oder von denen man gehört hat, aufhört. ||15||

Die emotionale Komponente des Verlangens

  • Patanjali bedient sich hier des Wortes Trsna – Durst.
  • Vitrsna ist die Freiheit von Durst.

Du weißt, Durst kann unglaubliches Verlangen auslösen.

Und er sagt uns:

Gelassenheit entsteht, wenn der Durst nach den Dingen erloschen ist.

Das find ich ziemlich fortgeschritten!

Warum Emotionen so unglaublich wichtig sind

Als Yogatherapeutin und Yogatherapie-Ausbilderin weis ich um die unglaubliche Kraft unserer emotionalen Bewegungen. Bewegungen, die uns chronisch krank werden lassen können. In den Yogatherapie-Ausbildungen stehen die Emotionen daher im Zentrum unserer Betrachtungen. Dort ist der Ansatzpunkt, um weiter zu kommen.

Emotionen, die uns impulshaft immer wieder in Bewegung versetzen, und uns dazu bringen Dinge zu tun (oder zu unterlassen) die nach den Regeln der Vernunft zu unterlassen (oder zu tun) wären.

Emotionale Spannungen führen zu inneren Prozessen, die uns auf Dauer krank werden lassen. Klick um zu Tweeten

Vairagya – Gelassenheit solltest du mal im Sanskrit-Lexikon nachschlagen. Die Bedeutungen zeigen auf spannende Weise, was Patanjali unter Gelassenheit versteht.

Dazu gehören Begriffe wie:

  • Gleichgültigkeit
  • Verblassen der Farben (Farben stehen für Emotionen)
  • Asketentum
  • Freiheit von weltlichen Bedürfnissen
  • Apathie

Also wirklich die totale Freiheit von jeglichem Verlangen nach Dingen.

 

Was ist das “Verlangen nach Dingen”?

Wie oft haben wir drängendes Verlangen nach Dingen, die in unserer westlichen Welt so unglaublich wichtig sind:

  • Das richtige Smartphone
  • die angesagte Jeans
  • das perfekte Auto
  • … oder Fahrrad

…. alles lauter Sachen. Wie oft hab schon den Satz gehört:

“Ich wär gestorben, wenn ich diese …. nicht gekauft hätte.”

Wir alle kennen diese Art des Verlangens nach etwas – in der einen oder anderen Form.

Er spricht hier von Dingen – Nicht von Überlebenswichtigem wie Wasser, Schutz und Nahrung.

Lediglich von den Sachen, mit denen wir uns die Bude vollstopfen.

Dinge, die wir sauberhalten und ordnen müssen.

Die wir benutzten müssen, um den Kauf zu rechtfertigen.

Für die wir Miete zahlen, damit sie in unserer Bude Platz finden.

Dinge, die wir mit unserer Lebenszeit bezahlen!

Wir tauschen Lebenszeit gegen Geld …
um Dinge zu kaufen, …
für die wir Lebenszeit benötigen, …
um sie anzuschaffen….
zu lagern…
und sie zu benutzen.

Lass dir diesen Satz mal in allen Einzelheiten durch den Kopf gehen!

Wie ein Leben ohne diese Dinge aussehen könnte, das wollen wir und im Rahmen unserer Phantasiereise für mehr Gelassenheit erkunden.

Phantasiereise für mehr Gelassenheit in Patanjalis Welt

Lass uns doch mal auf eine Phantasiereise gehen. Stell dir vor, du hättest in einer wunderschönen Landschaft deiner Wahl eine kleine Hütte.

Die perfekte Landschaft, in der du dich rundum wohl fühlst.

Es gibt keinerlei Anlass zu der Annahme, dass sich diese Landschaft in den nächsten 500 Jahren irgendwie ändern könnte.

Deine Nahrung

In deiner Umgebung findest du ganzjährig und ohne viel Mühe alles, was du zum Leben benötigst:

  • Früchte
  • Blätter
  • Nüsse
  • Wasser
  • …. vielleicht gibt’s sogar Milch, und anderes.

Je nachdem, was du benötigtst.

Lass die Fantasie spielen

Es ist alles da, du musst nur ein paar Schritte aus deiner Hütte gehen und kannst dir holen was du brauchst.

Alles natürlich nur gute Sachen, frei von seltsamen Substanzen wie sie in moderner “Nahrung” oft enthalten sind. Ethisch korrekt, usw. Gestalte dir deine Umgebung so, wie sie für dich optimal ist.

So, dass sie dich mit allem was du für deine Ernährung benötigst versorgt.

 

Kleidung und Wärme

Du frierst auch nicht. Irgendwie ist es immer genau perfekt temperiert. Daher brauchst du auch keine besondere Kleidung um dich vor irgendwas zu schützen.

Keine speziellen gesellschaftlichen Verpflichtungen, für die du das kleine Schwarze oder den Nadelstreifenanzug benötigen würdest, stören deine Ruhe. Irgendwelche bequeme Kleidung reicht völlig aus.

In deiner Hütte ist es sicher, angenehm und ruhig. Es gibt keinerlei offene Bedürfnisse.

Richte dir deine Umgebung im Geiste so ein, wie es passt.

Und wie du sie magst.

Dein Leben in Patanjali’s Hütte

Und nun, nachdem alles fertig ist, stell dir vor, wie du dort völlig entspannt lebst.

Du brauchst dich um nichts zu kümmern.

  • Alles ist da.
  • Dir gehts wahnsinnig gut.
  • Alles ist perfekt.

Du kommst immer mehr an

In dir entfaltet sich nach einer Zeit des Ankommens die perfekte innere Stille.

  • Du kannst meditieren, wie ein Weltmeister.
  • Dein Geist ist völlig ruhig, und kann sich entspannen.
  • Deine geistigen Welten weitet sich und erreichen völlig neue Dimensionen.
Dein Geist muss sich nicht auf irgendwelche Aufgaben konzentrieren, da es keine gibt. Klick um zu Tweeten

Du kannst alle Asanas, Meditationen und Entspannungen üben, die dir einfallen.

Du übst stundenlang Pranayama, und spielst mit deinem Atem.

Du hast einfach die Zeit dazu.

Und du geniesst das!

Denn weil du keine Bedürfnisse hast, hast du auch die innere Ruhe dazu.

Deine Praxis wird immer intensiver.

Du spürst, wie deine Energie steigt

  • Das wonnige Kribbeln in deinem Körper wird immer intensiver.
  • Die Energien beflügeln deine Meditationen und deine Asana- und Pranayama-Praxis.
  • Du kommst immer tiefer in die geistigen Welten hinein.
  • Die Welt der Farben des Geistes hast du längst hinter dir gelassen.
  • Du kommst immer weiter in die spirituellen Ebenen hinein.

Wie fühlst du dich?

Geil, oder?

Gibt’s jetzt noch irgendwelchen Durst nach “Dingen”?

Durst nach Sachen, die dich in der Meditation stören und die deine Hütte verstopfen?

Nee – oder?

Das ist Gelassenheit, wie Patanjali sie meint.

Die Phantasiereise für mehr Gelassenheit zeigt uns klar, von was er spricht.

🙂

Gelassen auf dem Weg bleiben

Wenn es dir in bestimmten Situationen schwer fällt gelassen zu bleiben, und an deinen Vorhaben dran zu bleiben, dann stärke dein Selbstbewusstsein. Ein gut entwickeltes Selbstbewusstsein hilft dir enorm dabei.

Sich selbst ernst zu nehmen ist DIE Voraussetzung um weiter zu kommen. Klick um zu Tweeten

Hier findest du einige Anregungen von mir, wie du das hin bekommst: Selbstbewusstsein mit Yoga stärken

Die Abkürzung

Wenn du das Yoga-Sutra des Patanjali zwar interessant findest, aber einen Weg suchst, um vor allem schnell weiter zu kommen, dann ist das hier deine Abkürzung: 

 

Hier gehts zum …

… nächsten Vers: YS1.16 – Mental Minimalismus macht frei – da gibt’s spannende “alternative Wahrheiten” zu entdecken.

Zur Gesamtübersicht über Patanjalis Gelassenheits-Tipps kommst du hier: Gelassenheit Lernen.

 

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