Weizenfreie Ernährung

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Weizen ist ins Gerede gekommen, Weizen ist für viele aufgrund moderner Unverträglichkeiten nicht mehr akzeptabel.

Ausgerechnet das Getreide, welches den Menschen seit Jahrtausenden die harten und nahrungslosen Winter hat überstehen lassen, ohne das wir die vielen kargen Zeiten unserer Frühzeit nicht überlebt hätten, das Getreide das in Liedern und Gedichten so oft mit Gold assozziiert und besungen wurde, das ist tot. Gestorben durch die Produktivitätsbestrebungen der modernen Agrarkultur und der sie antreibenden Grosskonzerne und der Gentechnik. Der moderne Weizen ist nicht mehr das, was er mal war. Die Suche nach weizenfreier Ernährung geht los.

Schau dir mal ein Getreidefeld an – wie hoch sind die Halme?

Weizenfreie Ernährung

niedrige Getreidefelder

Als ich Kind war, war der Weizen so hoch wie ich. Heutiger Weizen ist nur noch kniehoch, damit die Erntemaschinen besser zurecht kommen. Seine Inhaltsstoffe wurden durch Züchtungen so verändert, das der Anteil an Weizeneiweiss massiv gestiegen ist. So kommt es zu den abnorm aufgeblasenen Brötchen der Teigling-Shops und Backstände. Und genau das macht ihn für viele unvergträglich: das Gluten.

Darüber hinaus enthält moderner Weizen weitere Substanzen, die ihn unverträglich machen – es gibt Menschen die Gluten vertragen, zB in Form von Seitan, die trotzdem auf Weizen reagieren. Er enthält noch weitere kritische Substanzen.


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Was ist mit den Urweizensorten?

Dinkel gilt seit Hildegard von Bingen als das verträglichste Getreide, und es ist resistent gegen moderne Produktivitätssteigerungsmethoden wie zB Düngen. Das macht ihn beliebt, Dinkel ist “in”, Dinkel wird immer mehr gekauft. Wie lösen die Agrarkonzerne die mangelnde Bereitschaft des produktivitätsresistenten Dinkel? Wie kann man seine Produktivität trotzdem steigern? Indem moderne Weizensorten eingekreuzt werden – Resultat? Dinkel wird genauso unverträglich wie Weizen. Ähnliches gilt für die anderen “Urweizen” wie Einkorn, Emmer und Kamut. Der Kunde sieht dem Getreide nicht an, ob es verändert wurde.

Die Unverträglichkeiten steigern sich

Inzwischen sind viele Därme durch das permanente Bombardement mit veränderten Weizensorten so empfindlich geworden, das sie selbst unverändert gelassene, ursprüngliche Weizensorten nicht (mehr) vertragen können. Sie reagieren darauf mit Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Darmentzündung, … Es ist übel, wenn man nicht mehr weis, was man noch essen kann, ohne das der Darm grimmelt und brummt, ohne das man Schmerzen in Kauf nehmen muss, die sich zudem mit der Zeit auf die Gelenke legen. Denn eine solcherart verwirrte Verdauung steigert die Entzündungsbereitschaft des gesamten Körpers und legt sich irgendwann auf die Gelenke: Arthritis, Rheuma, usw. folgen oft auf dem Fuss.

Also Weizenverzicht? Weizenfreie Ernährung?

Wer lange genug gelitten hat, streicht irgendwann den Weizen komplett aus seiner Ernährung und lässt sich nicht mehr auf Diskussionen ein – meist nach einem Erlebnis, das zu klarer Erkenntnis geführt hat. Wer beispielsweise nach einer experimentellen Phase von 4 Wochen Weizenverzicht erlebt hat, dass der Bauch flach, der Schlaf tief und die Gelenke geschmeidig geworden sind, und wie dann ein einziges Weizenbrötchen im Handumdrehen alles zunichte gemacht hat, dann langsts. Der Weizen muss weg.

Wo ist überall Weizen drin?

Das ist das Problem. In unserer weizenversessenen Gesellschaft wurde die Getreidemast der Bevölkerung derartig voran getrieben, das einen die Aussicht auf Weizenverzicht erst mal schockiert. Das gilt besonders dann, wenn einem bewusst wird, welche Getreide alle zur Weizenfamilie dazu gehören: Einkorn, Emmer, Kamut, Dinkel, Weizen, Gerste, Roggen, Hafer … da bleibt jedem erst mal vor Schreck die Spucke weg.

Vor allem ist Weizen nicht nur in Getreideprodukten wie Brot und Nudeln enthalten, sondern wird aus produktionstechnischen Gründen und als Verdickungsmittel fast überall zugesetzt: Süssigkeiten, Sojasosse, … usw. Lies dir mal die Zutatenlisten durch. Sogar viele Pilzkulturen die für die Käseproduktion verwendet werden, werden auf Weizen kultiviert.

Was kann ich dann noch essen, bei weizenfreier Ernährung?

Das ist die nächste Frage. Wer die normale Ernährung nimmt, und Weizen entfernt, steht vor einem Desaster. Das ist erschreckend. Dieser Schreck ist die Folge eines Tunnelblicks, der die Wahrnehmung auf Weizen in unzulässiger Weise einengt. Dabei bietet die Welt sehr viel mehr Getreide als nur die Mitglieder der Weizenfamilie. Öffne deine Augen und sieh dich um – es gibt eine unglaubliche Vielfalt äusserst schmackhafter Alternativen zu den Mitgliedern der Weizenfamilie.


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Glutenfreies Mehl ist keine Lösung!

Auch “glutenfreies Mehl” braucht kein Mensch. Spätestens wer sich mal damit beschäftigt hat, wie glutenfreies Mehl zustande kommt, der hat sowieso keinen Appetit mehr darauf: Dem Mehl wird das Gluten chemisch entzogen und durch eine Chemikalie ersetzt, damit das Mehl seine Backeigenschaften behält.Gluten ist ein Klebereiweiss, und sorgt für die Elastizität und Gehfähigkeit des Weizens.

Die dem glutenbefreitem Mehl als Kleberersatz zugefügte Chemikalie verwendet zB der Augenarzt, um nach einer Augen-OP den Glaskörper des Auges wieder aufzufüllen.

Wer will das in seinem Brötchen haben? Ich ganz sicher nicht! Ausserdem gibt es weitere Reizstoffe im Weizen, die auch ohne Gluten ihre Wirkung entfalten. Glutenfreies Mehl ist nicht der Weg. Es muss was anderes geben. Andere Kulturen leben ja auch ohne Weizen.

Also andere Getreide – was gibts da?

Ist der hungrige Weizenverzichtler auf seiner Suche nach Essbarem bei dieser Frage angekommen, wird es interessant. Denn nun öffnet sich die weite Welt enormer Vielfalt. Es gibt eine grosse Zahl von Getreiden, die von Natur aus frei sind von Gluten und anderen Reizstoffen. Sie bieten eine breite Varietät an Geschmacksrichtungen und enthalten oft auch viel mehr Nährstoffe, als unser vom Produzieren erschöpfter Weizen.

Andere Getreide und Pseudogetreide die den Speisezettel bereichern sind zB: Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth. Pseudogetreide sind Pflanzen die wir als Getreide nutzen, die botanisch gesehen aber keine Gräser sind. Ich nenne auch diese aus Lesbarkeitsgründen nachfolgend “Getreide”. Das ist zB Buchweizen (Knöterichgewächs) und Amaranth (Fuchsschwanzgewächs).

Der Mineraliengehalt ist oft weitaus höher, die Sättigungseigenschaften wesentlich besser, und der Insulinhaushalt wird deutlich weniger belastet – was die Diabetiker freuen dürfte. Viele erleben, das sie mit der Umstellung nicht nur die Darmbeschwerden, Schlafstörungen und Gelenkbeschwerden los werden, sondern auch den Bauchspeck. Und das ganz ohne zu hungern, einfach so.

Wer weniger Weizen isst, ist länger satt. Stark!

Das erleben viele: Die Portionen werden kleiner, weil die Sättigungsgrenze mit weniger erreicht wird. Die hungergetriebenen Zwischenmahlzeiten lassen nach, weil die Sättigungsdauer einer Mahlzeit steigt. Statt nach 2-3 Stunden hält das Frühstück plötzlich für 4-5 Stunden satt – das reduziert Kalorien.

Meist dauert es einige Wochen, bis man das glaubt, und die Mahlzeiten tatsächlich kleiner werden dürfen. Und dann setzt ganz allmählich ein langsamer Gewichtsverlust ein. Ausser natürlich, man kompensiert das durch anderweitige Maßnahmen, wie zB mehr Schokolade, Käse und Öl – weils so lecker ist. Das muss aber jeder selbst entscheiden. 🙂

Brot – ich brauche Brot!

Nicht-Weizen-Getreide enthalten kein Kleber, der für das gute deutsche Brot so wichtig ist.

Wie kann ich also mit den Nicht-Weizen-Getreiden Brot backen? Das ist die existenzielle Frage die auftaucht: Brot! Also der Griff zur Literatur, um durch Lesen schlau zu werden.

Ein beliebter Bestseller in diesem Bereich, sogar mit einigen Rezepten ist das Buch Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht. Es enthält viele Hintergründe über Weizen und seine Verdauung und weitere interessante Gedanken. Für meinen Geschmack hätten die wesentlichen Aussagen dieses Buches allerdings auch auf 1/3 des Papiers mehr als genug Platz gehabt.

Ausserdem versteigt sich der Autor zum Ende des Buches hin in eine extrem kohlenhydratreduzierte Ernährung, der ich nicht folge. Die von ihm empfohlenen Rezepte für Backwaren sind nach meinem Geschmack nicht so toll, da sie auf Ei als Kleber basieren. Noch dazu in unglaublichen Mengen. Das ist nichts für mich.

Experimentalküche der weizenfreien Ernährung mit Hirsebrot

Ohne Brot geht gar nichts, schon gar nicht in deutschen Landen.

Deshalb hier nun der aktuelle Stand meiner Experimentalküche des weizenfreien Brotbackens. Da ich Hirsefan bin – ich find den Geschmack einfach gut, und Hirse ist eines der mineralienreichsten Getreide überhaupt – und weil es ausgerechnet für Hirsebrot kaum Rezepte gibt (zumindest keine ohne Ei) habe ich dort einen experimentellen Schwerpunkt entwickelt. Ich will nämlich kein Ei in meinem Brot.

Die gemachten Erfahrungen dürften sich gut auf andere Getreidearten übertragen lassen, da Hirse zu den “störrischsten” Getreiden gehört, was das Brotbacken betrifft. D.h. mit anderen Getreiden gehts leichter, zB mit Reis. Reismehl gibts in Asia-Läden, lässt sich mit Hilfe eines Blenders oder Smoothie-Mixers aber aus normalem Reis leicht selbst herstellen, da Reis relativ weich ist. Bitte nicht mit Hirse versuchen, die überfordert auf Dauer deinen Mixer!

Die Evolution der Hirsebrote

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Klebereiweiss des Weizens zu ersetzen, so das der Brotteig locker wird, und die beim Gehen erzeugten Gase im Teig “stecken” bleiben um ihn anzuheben. Je nach Elastizität der Methode wird das Brot hinterher elastisch-locker oder möglicherweise recht krümelig.

Die Erfahrungen mit dem “Kleber” sind das Herz der Experimente, das ist das worum es im Kern geht.

Fehlgeschlagene Experimente lassen sich übrigens zu hervorragenden Hirseaufläufen weiterverarbeiten: Verunglücktes Brot in Würfel schneiden, mit Gemüsewürfeln vermischen (Zucchini, Paprika, Tomate, Kürbis, …), Käse drüber geben und ab in den Backofen damit. Sehr lecker!

Hirsebrot I – das feuchte

  • 500 gr. Hirsemehl, 400 gr Wasser, 1/2 Würfel Hefe
  • Kleber: “Leinsamen-Pamps”. Leinsamenpamps besteht aus 1/2 Tasse Leinsamensaat mit 200 gr Wasser. Wasser und Leinsamen im Blender oder Smoothiemaker mixen und etwas stehen lassen. Das Ergebnis ist richtig schöner Glibber oder Pamps.
  • Alle Zutaten in einen Brotbackautomaten füllen und Brotprogramm starten. Oder alternativ von Hand gut vermischen, in eine Form füllen und normal backen. Gehzeiten der Hefe beachten. Funktioniert auch mit Backpulver.

Das Ergebnis ist ein recht freuchtes Brot. Da das Hirsemehl sehr stark saugt, ist es nicht so einfach den Wassergehalt in der Knetphase zu reduzieren. Das gilt besonders für die Brotbackmaschine. Das brachte mich auf den Gedanken, dass dem Brot in der Backphase zusätzliches Wasser entzogen werden muss. Hirsekörner saugen in der Backphase das 3-fache ihres Volumens an Wasser auf, ohne in der Knetphase zu stören. Also Hirsekörner!

Hirsebrot II – das körnige

  • 500 gr. Hirsemehl, 400 gr Wasser, 1/2 Würfel Hefe
  • 100 gr Hirsekörner zum Trockenlegen
  • Kleber: “Leinsamen-Pamps”. 1/2 Tasse Leinsamensaat mit 200 gr Wasser. Leinsamen und Wasser im Blender oder Smoothiemaker mixen und etwas stehen lassen.

Dieses Brot ist schon deutlich besser! Jetzt stört mich aber noch der starke Geschmack nach Leinsamen, also suche ich Möglichkeiten den Leinsamenpamps durch etwas anderes zu ersetzen.


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Weitere Hirsebrote

Dabei habe ich bisher mit zwei Substanzen experimentiert: Pfleilwurz und Kichererbsenmehl. Dem obigen Rezept wird – statt Leinsamenpamps – jeweils entweder 100 gr Kichererbsenmehl oder 3 TL Pfeilwurz zugesetzt. Beides ist vom Geschmack her sehr lecker, gibt aber ein recht krümeliges Brot … bzw. sehr leckere Hirseaufläufe. 🙂

Zwischendurch hab ich mit Knäckebrot experimentiert: Mehl, Kleber und Wasser mit Gewürzen zu einem streichfähigen Teig verkneten (so wie weiche Butter im Sommer kurz vor dem Schmelzen), auf ein geöltes Backblech streichen und bei niedriger Hitze mehr trocknen als backen.

Vorsicht, der Übergang zwischen “Lecker knusprig” und “alles schwarz” kommt sehr plötzlich!

Ich backe mein Knäcke bei 160 Grad. Das hat den Vorteil, das zwischen Schüssel-aus-dem-Schrank-holen und dem ersten Bissen nur 30 Minuten liegen.

Weiterer Vorteil: Die Knäckebrotproduktion lässt interessante Rückschlüsse auf die Teigelastiziät zu. Dabei hab ich festgestellt, das Quinoa-Mehl offenbar von Hause aus guten Kleber hat. Das zufrüh aus dem Ofen geholte Quinoa-Knäcke ist fast von gummiartiger Konsistenz, auch ohne anderweitigen Kleber. Möglicherweise ist Quinoa-Brot einfacher herzustellen als Hirse? Da muss ich nochmal drüber nachdenken.

Die Suche geht weiter

Ich habe neulich gelesen, dass Flohsamen zu guten Brot-Ergebnissen führen sollen, die kommen als nächstes dran. Das Problem wird auf jeden Fall geknackt werden. Ich werde an dieser Stelle berichten

Dein Beitrag?

Ich freue mich über deine hilfreichen Hinweise um mit der Entwicklung des ultimativen Hirsebrotes weiter zu kommen. Du kannst sie mir zumailen, oder direkt unter diesem Beitrag als Kommentar veröffentlichen. Leider muss ich den Kommentarbereich immer mal wg. Spam-Attacken (vorübergehend) schliessen. Falls das jetzt gerade auch so ist, schick mir ne Mail, ich setz das dann für dich hier drunter.

14 thoughts on “Weizenfreie Ernährung

  1. Namaste108

    Hallo liebe Mahashakti,

    vielen herzlichen Dank für all die kostbaren Informationen und Anregungen auf Deinen Seiten.
    Es ist mir jedes mal ein Geschenk, oftmals eine Inspiration und manchmal auch ein Vestehen…
    Ich habe im Frühling dieses Jahres auf einmal angefangen meine heissgeliebten Pasta nicht mehr zu vertragen und habe mich sehr gewundert über meine Figur – die sich scheinbar verselbständigte….

    Und so begann ich damit meine Ernährung umzustellen.

    Möglichst weizenfrei – aber ohne Dogma und.. frei sein in den Entscheidungen und intutiv ausprobierend.

    Anstelle der leckeren Nudeln gibt es jetzt ganz oft phantastische Suppen auf Weißkrautbasis (Brot ist nicht so mein Ding). Mal mediteran, mal bayerisch, mal asiatisch..
    Viele Gerichte mit Amarant…

    Ich fühle mich unglaublich fit und klar, mein Körper ist geschmeidig und schön geformt. Und ich habe das Gefühl ich brauche gar nicht so viel zu essen, wie vorher.

    Spannend zu beobachten war, dass ich am Anfang bei der Umstellung Heisshunger-Attacken auf Weizenprodukte hatte. Nach ein paar Tagen war das vorbei.

    Eine Frage habe ich noch zum Grünen Gerstengrassaft und dem grünen Haferstrohtee?
    Fällt das in die gleiche Kategorie?

    Für mich war diese Erfahrung rund um das Thema Weizen eines der “Gesundheits-Highlights” des Jahres 2014.

    Danke an uns alle , dass wir uns aufmachen Fragen zu stellen.

    Ich glaube ganz fest, dass so ein neues Bewusstsein geschaffen wird.

    Vielen Dank nochmals für alld die wunderbaren Infos.

    Eine segensreiche und lichtvolle Vorweihnachtszeit, wünscht

    Namate108

    Reply
    1. Mahashakti Uta EngelnMahashakti Uta Engeln Post author

      Hari Om,

      so wie du das beschreibst, erlebe ich das auch. Wir scheinen ganz ähnliche Erfahrungen zu machen. 🙂
      Ich hab noch Linsen entdeckt, statt Getreide. Einfach schwarze Linsen einige Stunden einweichen, dann durch den Fleischwolf drehen, und aus der Masse “Frikadellen” formen. Es braucht nichts weiter, die Dinger werden richtig stabil. Ich hab sie gebacken. Und lecker ist das!
      So wie die aussahen, würde ich sagen, daraus müsste sich auch sowas wie “Linsenbrot” basteln lassen. … schauen wir mal auf die nächsten Experimente.

      Wg. der Grassäfte:
      Das ist Weizen, und abhängig davon was genau du machst, und wie du selbst darauf reagierst. Probiere es doch aus: morgens, auf nüchternen Magen trinken, und dann meditieren. Dabei kannst du beobachten was dein Körper damit anstellt, und welcher Kommentar aus deinem Innersten dazu hochkommt. 30 Minuten Meditation sind völlig ausreichend für diesen Zweck.

      Ich kenne übrigens Personen, die normales Gras von der Wiese nehmen, und daraus Grassaft herstellen. Das ist ja der Urahn der Getreide, von daher also sicher nicht schlechter. Die Nährstoffdichte dürfte höher sein. Ich habe auf meinen Wanderungen oft frisches Gras gekaut, den Saft geschluckt und den Rest ausgespuckt. Wirkt sehr belebend!

      Ich wünsche dir viel Freude bei deinen weiteren Experimenten, und ich freue mich, wenn du uns darüber auf dem Laufenden hälst. 🙂

      Om Shanti, liebe Grüsse, Mahashakti

      Reply
  2. Andrea Gae

    Namasté,
    zum Brotbacken bevorzuge ich eine Mischung aus je 1/3 selbst gemahlener Hirse, gemahlenem Vollkornreis und dunkelem Teffmehl. Zudem gebe ich selbstgemachten Sauertaug aus Teffmehl sowie Flohsamen hinzu. Der Rest ist halt Geschmackssache. Bei glutenfreiem Gebäck hat es sich bewährt, nicht die Umluftfunktion zu benutzen und das Brot in einem Topf zu backen, damit nicht so viel Feuchtigkeit verloren geht. Zum Schluß nehme ich das Brot aus dem Topf, pinsel es mit ein wenig Rapsöl ein und lege es für ca. 10 Min. nochmals in den Backofen. Damit es beim Schneiden nicht krümelt soll man es ganz abkühlen lassen. Um die Feuchtigkeit zu erhöhren, können zudem noch geraspelte Möhren, Zucchini oder Äpfel hinzu gegeben werden.

    Reply
    1. Andrea Gae

      Ich möchte meine Ausführung noch durch den Hinweis erweitern, dass das Brot besonders fluffig wird, wenn man statt des normalen Wassers eines mit sehr viel Kohlensäue benutzt. Keine Sorge, diese verflüchtigt sich. Ich selber trinke auch immer stilles Wasser und kaufe zum Backen dann kleine 1/2 l Flaschen.

      Für diejenigen, die sich weitergehend informieren möchten füge ich gerne die nachfolgenden Links bei, die mir persönlich sehr weitergeholfen haben.

      https://foodsandeverything.wordpress.com/tag/the-life-changing-loaf-of-bread/

      http://www.kochtrotz.de/2014/10/11/rustikales-hirsebrot-glutenfrei-mit-toller-kruste-variation-hirsebroetchen/
      http://www.glutenfrei-kochen.de/kb

      Zudem möchte ich noch meinen Dank an Trudel Marquardt und Steffi Kochtrotz zum Ausruck bringen, die ihre selbst erworbenen Kenntnisse uns allen zur Verfügung stellen.

      Ebenso möchte ich mich herzlich bei Mahashakti Uta Engeln bedanken, dass ich schon so sehr viel von ihr lesen und lernen durfte. Nun übe ich mich gerade an der Lektion “Yoga klarer Kopf” und lasse mich diesbezüglich überraschen, wie es bei mir wirkt.

      Namasté
      Andrea

      Reply
  3. Helma

    Hallo Mahashakti,

    danke für Deine vielen Gedanken und Rezepterfahrungen. Ich habe mir schon das ein oder andere Buch zu dem Thema aus der Bücherei ausgeliehen. Es gibt durchaus Möglichkeiten, glutenfreies Mehl ohne Chemikalien zu bekommen. Lecker ist z.B. dieses: 100g Maisstärke, 100g Kartoffelstärke, 50g Maismehl. Dieses Mehk kann man 1:1 in herkömmlichen Kuchenrezepten einsetzen. Mit etwas Guarkernmehl(5g pro 300g “Mehl”) in der Mehlmischung bekommt man ganz leicht einen zusätzlichen Lockerungs- und Klebeeffekt im Teig. Eine tolle Rezeptseite ist chefkoch.de, wo man wirklich jede “Diät” eingeben kann.

    Liebe Grüße von Helma

    Reply
  4. Gerd

    Hallo Mahashakti,
    zunächst bedanken wir uns bei Dir ganz herzlich für die vielen Tipps und Anregungen, die Du uns immer wieder gibst!!!
    Auch übe ich mittlerweile einige der Chakren- Yoga- Übungen. Sehr gut!!!

    Was unsere Ernährung angeht, so essen wir seit fast 3 Jahren morgens frisch gemahlene Braunhirse!!! Mit püriertem Obst der Saison einfach köstlich.Gefühlt haben sich Bänder, Sehnen und auch Knochen, Knorpelaufbau im Knie (hatte da Probleme) verbessert. Hirse ist wirklich ein göttliches Geschenk!!!Auch die Konzentration und die innere Ruhe verbesserte sich bei mir!
    Was das Backen angeht, so kann ich den Roggen empfehlen! Darüber ist in Deinem Blog noch überhaupt nicht gesprochen.
    Roggen wir wieder “gesellschaftsfähgig”!
    Man sieht oder sah in diesem Jahr wieder sehr viele neu angelegte Roggenfelder mit sehr hohen Halmen!!! Auch gibt es hier eine sehr gute
    Bioware. Von Demeter, Bioland u.a.!
    Also,probiert es mal!!!
    Roggen hat übrigens kaum Eiweiß, das heißt zum Verbacken muss ein “Sauerteig” angesetzt werden. Der dann die Struktur und Stabilität gibt und bildet!!! Viel Spaß und Erfolg dabei!!!
    Alles Liebe und Gute weiterhin grüßt Dich und alle ganz herzlich

    Gerd

    Reply
    1. Mahashakti Uta Engeln

      Hallo lieber Gerd,

      danke für deine Gedanken und Erfahrungen, die du mit uns teilst.

      Diese Erfahrungen mit der Hirse machen viele – besonders mit Braunhirse. Ein deutlicher Hinweis unseres Körpers.

      Es ist toll, wenn es wieder mehr ursprünlicheren Roggen gibt. Trotzdem gehört er zur Weizenfamilie (so hab ich ihn oben auch aufgeführt), und ist aufgrund der damit verbundenen Merkmale für viele nicht mehr geniessbar. Leider auch nicht die alten Sorten.

      Das ist ja das Dilemma – vieles das eigentlich gut ist, wird nicht mehr vertragen, weil die manipulierten Produkte massive Schäden angerichtet haben. Zumindest bei vielen.

      Wenn du ihn gut verträgst, geniesse ihn! 🙂

      Liebe Grüsse, Mahashakti

      Reply
  5. Der Brotbackautomat

    Hallo,
    Ich finde deinen Artikel sehr gelungen. Es gibt in der Tat immer mehr Menschen die sich mit Schaudern vom Weizen abwenden. Die moderne Landwirschaft hat ihn in der Tat zerstört.
    Mit Hirse, das werd ich jetzt auch mal probieren.
    Selbst mit Mandelmehl kann man anscheinend Brot backen..
    lg

    Reply
  6. Silke

    Also ich kann das Flohsamenbrot nur wärmstens empfehlen. Heute wieder gebacken und diesmal zufälligerweise ganz ohne Weizen oder seinen Verwandten. Statt der Haferflocken habe ich je zur Hälfte Reis und Quinoaflocken genommen und etwas mehr Wasser. Das ganze habe ich dann mit dem Stabmixer etwas (!) kleiner gemixt und dann gebacken (bei 160 Grad). Dieses Brot mußte ich wesentlich länger backen als das mit Hafer oder Dinkel. Vielleicht hatte ich auch einfach nur zuviel Wasser genommen. Also auch hier wird experimentiert!

    Hirse essen wir so recht gern. Seit ich gelernt habe dass man sie waschen muss, pappt sie auch nicht mehr ganz so. Vor allem mögen wir sie leicht süß und mit Zimt! Hirsegriess ist auch lecker.

    Aber was Du bei allem nicht erwähnst, ist dass die Weizen Verwandten und erst recht ihre Alternativprodukte sehr viel teurer sind als Weizen. Das holt man über die kleineren Mengen (was ich übrigens nicht bestätigen kann, allerdings habe ich auch noch nie 4 Woche ohne Dinkel und co gelebt – ohne Weizen schon …) auch nicht wieder rein.

    Reply
    1. Mahashakti Uta Engeln

      Das mit dem Preis stimmt – hier möchte ich ein Zitat anführen, das mir neulich andeswo begegnet ist: “Frag nicht warum gesunde Lebensmittel so teuer sind. Frag lieber, warum Junk-Food so billig ist.”

      Das hat mich ganz schön zum Nachdenken gebracht.

      Reply

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