#11.3 – Suksma Dhyana, die feinstoffliche Meditation

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Wenden wir uns nun den drei Chakren oberhalb des Herzchakras zu.

Moksha erreichen

Dharana auf das Vyoma Tattwa, das RAUM-Äther-Element schenkt den beharrlich Übenden  Erfolg in KHECHARI MUDRA.

Es hilft, die Tür zu Moksa, zur Befreiung aufzubrechen.

Wir werden von unserer Engstirnigkeit befreit und fähig, uns kosmisch auszuweiten.

Die Methode ist wie gehabt:

  • Wechselatem acht Takte einatmen
  • während anhalten achtmal die Silbe hang in Gedanken wiederholen
  • acht Takte ausatmen
  • immer nach der Einatmung wechseln und durch das andere Nasenloch ausatmen, nach der Ausatmung wird ja nicht gewechselt, sondern durch dasselbe Nasenloch wieder eingeatmet.

Diese Übung überwindet Depressionen.

Selbst bei schwerster nervlicher Belastung bleibt das Denken zuversichtlich und die Mundwinkel weisen aufwärts!

Das Chakra ist Visuddha Chakra, das sehr reine

Es liegt im Halsbereich.

Die Benediktiner wissen darum, sie dürfen nur gutes sprechen: bene dicere.

Es gehört auch zu den Yoga-Forderungen, nur gutes zu sprechen.

Sage die Wahrheit, aber sprich sie so, dass sie nicht kränkt.

Das ist sehr schwierig, denn meistens ist die Wahrheit mindestens unbequem, wenn nicht gar bitter.

Sprich nie die Wahrheit um zu kränken, aber lüge auch nicht, nur um nicht zu kränken.

Es gibt ein etwas längeres Mantra, das Khechari Mudra begünstigt:

OM Hring Bhang Sang Mang Pang Sang Kshang Svaha.

Wenn mindestens drei Monate der Wechselatem mit dieser Konzentration durchgeführt wurde, ist es möglich, sich dieses Mantras zu bedienen, um bessere Erfolge zu erzielen.

Pratyahara

Gewissenhafte Ausführung der Dharana Konzentrationsübungen führt zu Pratyahara

Pratyahara ist keine Technik.

Pratyahara wird erfahren.

Pratyahara geschieht.

Alles Unwichtige fällt von einem ab.

Das Denken wird fähig, sich über Schmerzen, Hitze, Kälte, Geräusche, Gerüche hinwegzusetzen. Pratyahara ist ein Zustand von so hoher Selbstkontrolle, dass man unberührt davon bleibt, ob lobendes oder beleidigendes, respektvolles oder verächtliches über einen selber gesprochen wird, oder über andere.

Da herrscht dann das Wort Jesu. „Was Ihr getan habt einem von diesen – das habt ihr mir getan.“

Dinge werden so gesehen, wie sie „an sich“ sind, denn erfreulich oder leidvoll, ist subjektives Empfinden.

In Deutschland regnet es zu oft, da freut man sich über den Sonnenschein, in der Sahara scheint die Sonne zu oft und zu heiß, da sehnt man den Regen herbei.

Werten und urteilen sollte aufgegeben werden, denn: woher willst du wissen, ob das was jetzt geschieht, gut oder nicht gut ist? Im Moment wird es als nicht gut empfunden, weil es stört.

Wir Menschen sind so bequem, wollen keine Änderungen, wollen im gleichen Trott weiterleben.

  • Die Zeit geht weiter, die Ereignisse entwickeln sich.
  • Man ist nicht klug, wenn man nur klügelt.
  • Gott lässt sich nicht spotten.
  • Schicksal und Handeln gehen Hand in Hand.

Vipassana Meditation macht Beweggründe für Handeln bewusst.

Gedanken erkennen, beobachten und weiterziehen lassen. Bewusstmachen, was für Gedanken das waren. Bewusstmachen, aus was für Quellen der Gedanke kam.

Ganz bewußt das Denken von Gedanken reinigen.

Still werden.

Abwarten, was für Gedanken aus dieser Stille aufkommen.

Sie sind anders geartet, weil sie aus der Stille kommen.

Sie kommen aus der Gnade Gottes.

Stille finden wir nur, wenn unsere Gedanken schweigen. Dadurch lernen wir lauschen auf neues, auf dasjenige, was aus unserem eigenen Wesenskern aufsteigt.

Der Mensch wird zu sich selbst

  • frei von äußeren Einflüssen
  • frei von anerzogenem
  • frei von Zwängen: … echten und solchen, denen wir glauben, unterworfen zu sein.

Wir lernen das göttliche Prinzip erkennen.

Das Prinzip, das Gott in uns verwirklichen möchte.


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Bis zu diesem Pratyahara Zustand kann der Übende essen, was er will. Nach diesem Zustand isst er ebenfalls, was er will, aber er ändert seine Einstellung gegenüber dem Fleischessen.

  • Plötzlich schmeckt eine Hähnchenkeule als ob ich in meinen eigenen Arm beißen würde.
  • Plötzlich riecht gebratenes Fleisch penetrant – so als ob man auf einem Verbrennungsplatz wäre.

Der Körper wird genügsamer, durch die Atemschulung braucht der Körper weniger Nahrung, weil sie besser ausgenutzt wird.

So jedenfalls ist meine Erfahrung. Eigentlich aß ich nie viel Fleisch, aber doch einmal in der Woche Rindfleisch oder Geflügel. Mit Erreichen des Pratyahara Zustandes gab ich das Fleischessen aus den genannten Günden auf und nicht, weil es in den Yogaschulen gelehrt wird.

Ich habe dadurch einen sehr niedrigen Cholesterin-Spiegel, den ich gelegentlich durch Trinken von Fleischbrühe steigern muß. Ich koche dazu zwei – 3 Hähnchenflügel aus. Ich esse alle Sorten Gemüse.

Rohkost vertrage ich nicht so gut, obwohl sie besser sein soll. Ich koche Gemüse-Eintopf aller Sorten, schmackhaft wird er durch Verwendung von Küchenkräutern aller Art.

Außerdem achte ich auf Vollkorn-Getreide. Diese Dinge sind aber hinreichend bekannt. Nur: Man beachtet sie erst, wenn man dank Pratyahara die Einsicht gewinnt.

Dharana, Dhyana und Jyoti-Dhyana

Die Konzentration Dharana haben wir so lange geübt, bis aus Dharana, der Konzentration Dhyana, Meditation wurde.

Sthula Dhyana, die grobstoffliche Meditation wäre damit erreicht.

Es gibt andere Wege, z.B. Bildmeditation und/oder Vorstellungs-Meditation, die alle ebenfalls grobstofflich sind.

Wir sind nun vorbereitet, mit der Lichtmeditation zu beginnen.

Zunächst setzen wir eine Kerze in die Mitte des Raumes, wenn Sie wollen, legen Sie einen Kreis Blüten um sie herum, wenn Sie haben Lotos – Seerosen- oder Oleander Blüten, sonst eben, was Sie haben oder Sie stellen die Kerze mitten in einen Kranz künstliche Blüten oder auf ein hübsches Blütenkranz – Foto. Auch duftende Zweige sind geeignet.

Jetzt beginnen Sie mit Tratakam

  • Sie starren in die Kerzenflamme ohne zu zwinkern oder zu blinzeln.

Das hilft der Sehkraft der Augen. Sie bleibt lange gut.

Dann, nachdem Sie das etwa zwei – drei Wochen täglich geübt haben, nehmen Sie die Vorstellungskraft hinzu:

  • Sie versuchen, die Flamme innerlich zu sehen.

Sie warten darauf, in welchem Chakra Sie diese zuerst „sehen“ können. Es ist eine Art Schauung, kein normales Sehen mit den Augen.

Es ist, als ob in tiefer Meditation mitten im Kopfe ein etwa erbsengroßes „Fensterchen“ aufspringen würde und dieses Fensterchen „sieht“ die Flamme.

Mein Fensterchen „sah“ die Flamme zuerst im Svadhisthana Chakra, aber das muss nicht so sein: Bei jedem von uns ist das anders.

Sie „sehen“ die Flamme zuerst in demjenigen Chakra, das bei Ihnen am meisten entwickelt ist für diese Art sehen.

Man sagt, dasjenige, was sieht, ist die Zirbeldrüse.

Man weiß es noch nicht genau. Sie ist etwa erbsengroß und mitten im Kopfe, etwas in Richtung Hinterkopf angeordnet.

Jedenfalls ist es das mystische dritte Auge, das sich in sehr begnadeten Augenblicken der tiefen Meditation öffnet.

Es ist Gnade.

Man kann es nicht willentlich hervorrufen, genauso wenig, wie man willentlich einschlafen kann. Man „fällt“ in die Meditation, der Zustand Meditation geschieht. Die meiste Zeit sitzt man da, versucht die optimalen Bedingungen entspannten Sitzens herbeizuführen, die zu dem „in die Meditation fallen“ führen.

Aber das ist ein geduldiges Sitzen und abwarten.

Meditation

Wenn der Zustand Meditation eintritt, hat der Übende. entweder ein Schauungs-Erlebnis oder er fällt in Samadhi, das absolute NICHT-DENKEN der SEINS BEWUßTSEIN-Seligkeit.

Vorbereitung dazu ist in jedem Falle der beschriebene bewusst langsam durchgeführte Wechselatem.

Die Atemübungen soll man durchführen, wenn man nicht hungrig ist. Nach einer Mahlzeit sollten drei Stunden vergangen sein, selbst wenn man eine Tasse Tee oder ähnliches getrunken hat, sollte man zwanzig Minuten warten, damit das Zwerchfell, das ja über dem Magen liegt, sich ungehindert bewegen kann.

Esssucht und Yogaübung verträgt sich daher nicht.

Die nun folgenden Techniken sind etwas komplizierter, denn wir haben ja nun schon einige Jahre Praxis.

  • Vier Takte einatmen
  • 16 Takte anhalten
  • acht Takte ausatmen sollte möglich sein – und das mit dem Wechselatem verbunden.

Es erfordert Atemkraft, binnen nur vier Takten genug Luft einzuatmen, dass man nachher 16 Takte anhalten und noch – ohne in Atemnot zu geraten, acht Takte ausatmen kann.

Das soll während der üblichen zehn Minuten morgens und abends ausgeführt werden. Am besten zunächst diese neue Technik versuchen, den Rest der Zeit dann wie gehabt 8 – 8 – 8 auszuführen.

Jetzt ist die Konzentration auf die weniger entwickelten Chakren zu richten, um das Licht auch dort sehen zu können.

Irgendwann einmal wird dann auch das Sahasrara Chakra so entwickelt sein, dass Sie das Licht auf dem Kopfe sehen können.

Meines Wissens ist nicht überliefert, ob die Jünger Jesu Jyoti Dharana geübt haben. Aber in SEINER Nähe war das wohl auch nicht nötig? Jedenfalls wird ja dieses „Licht – sehen“ als Pfingsterlebnis der Jünger Jesu überliefert.

Sollten Sie bereits diesen Grad von Demut erlangt haben, werden Sie auch dieses Erlebnis sehr bald haben. Die Demut ist die Voraussetzung, sie ist wichtiger als das Lichterlebnis.

  • Dieses Jyoti Dharana wird Sie wiederum einige Jahre beschäftigen bis Sie alle Chakras erweckt haben.
  • Alltägliche Begebenheiten werden Sie leider öfter von Ihrem Ziel zurückwerfen.
  • Werden Sie nicht ungeduldig. Ungeduld ist das schlimmste Hindernis auf diesem Weg.
  • Üben Sie ohne den Wunsch, das Ziel möglichst bald zu erreichen.

Ich werde so oft gefragt: Was sind die Ziele Ihrer Yoga Gruppe?

Das Ziel ist regelmäßiges Üben!

Wer dann kopfschüttelnd aufgibt, ist für den Yogaweg ungeeignet, denn es ist selbstverständlich nicht das Ziel, ein Pfingsterlebnis zu haben so wie die Jünger Jesu. Wer sowas erwartet, ist nicht reif für den Yogaweg.


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Suksma Dhyana, die feinstoffliche Meditation

Die nun folgenden beiden Übungen kann man seinen Lungen nur dann zumuten, wenn man Urlaub hat oder pensioniert ist und mindestens vier, besser aber sechs Wochen ernsthaft geübt hat und zwar über den ganzen Tag verteilt. Das trainiert den Atemapparat, damit solche schwierigen Rhythmen möglich werden.

Wer ein Lungenemphysem (Blählunge) hat, muss sich dieser schwierigen Rhythmen enthalten.

Übung 1:

  • Wir stellen uns den leuchtenden Vollmond vor. Und wir atmen während 16 Takten durch das linke Nasenloch ein. Während der Zeit der Einatmung wird das Mantra Thang wiederholt, dabei blicken wir die Nasenspitze an.
  • Dann halten wir 64 Takte den Atem an, währenddessen wird das Mantra Vang wiederholt. Wir stellen uns vor, dass Nektar vom Monde (das ist eine bestimmte Hormondrüse im Kopfbereich) herunterströmt und daß die Nadis, in denen die Lebensenergie strömt, gereinigt werden.
  • Dann atmen wir durch das rechte Nasenloch aus und wiederholen während 32 Sekunden das Mantra Lang.

Bergsteiger und Taucher können solche Übungen sofort und völlig mühelos, weil sie trainierte Lungen haben.

Übung 2:

Die zweite ist im Matra, im Zeitmaß, gleich, weist aber schon in Richtung Suksma Dhyana. Sie gehört zum Sagarbha-Zyklus des Pranayama.

  • Wir sitzen nach Osten oder Norden gerichtet, kontemplieren über den Schöpfergott im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit, zu erschaffen. Dabei stellen wir uns die Farbe Rot vor und den Buchstaben A aus der Silbe AUNG. Dabei atmen wir durch das linke Nasenloch ein. Diese Einatmung soll sechzehn Matras (Sekunden) dauern.
  • Nach Vollendung der Einatmung führen wir Uddiana aus (das Hochfliegen des Zwerchfells, das die Lungen optimal leert) und halten dann 64 Sekunden den Atem an. Währenddessen wiederholen wir in Gedanken den Buchstaben U aus der Silbe AUNG und stellen uns voller Ehrfurcht Gott vor, der alles erhält und beschützt. Dazu gehört die Farbe Schwarz.
  • Durch das rechte Nasenloch wird 32 Sekunden ausgeatmet, dabei der Buchstabe NG aus der Silbe AUNG wiederholt. Dazu gehört die Farbe Weiß und die Vorstellung, dass durch Trägheit alles wieder zerstört wird.

Wir haben Sthula und Jyoti Dhyana geübt und einen Ausblick auf Suksma Dhyana gewonnen, die feinstoffliche Meditation.

Diese ist nicht in Büchern zu erklären, weil sie so subtil ist, dass man sie nicht mehr in Worte fassen kann. Es ist dasjenige, was mitschwingt in andächtigem Gebet und in andächtigen Hymnen, gesungen zum Lobe Gottes.

Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass es nur einen Gott gibt und dass er viele Namen hat und dass viele Wege zu ihm führen. Ich finde das Symbol, das die Bahai gefunden haben, als ihr Baumeister bei Delhi eine riesige Lotosblüte als Andachtshaus mit neun Toren baute, sehr gelungen und über den Horizont der meisten heute lebenden Menschen weit hinausweisend. Spätere Generationen werden bessere Symbole und Wege zum EINEN, neben dem es kein Zweites gibt, finden.

Wir Europäer wundern uns immer, wieso die zahlreichen indischen Gottheiten mit mehreren Köpfen und vielen Armen oder auch Beinen dargestellt werden. Üben Sie – Sie werden merken, wie sehr Ihre persönlichen Kräfte wachsen, Ihre persönlichen Möglichkeiten zu erkennen und in Demut zum Wohle aller Menschen in Ihrer Umgebung auszuführen.

Samyama

Dieses Zusammenwirken aller Kräfte: Körper, Seele, Geist, wenn das wirksam wird, so hat unser Bewusstsein, die Stufe des Samyama erreicht.


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