Yogatherapie und die 5 Koshas – Manomaya Kosha (3/5)

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5 Ebenen - 5 Koshas

5 Ebenen – 5 Koshas

Was war vorher?

Vorher war Yogatherapie und die 5 Koshas – Anamaya Kosha (1/5), Yogatherapie und die 5 Koshas – Pranamaya Kosha (2/5)

Dies ist der dritte Teil einer Folge von insgesamt 5 Artikeln zu zentralen Konzepten der Yogatherapie, die sich mit den 5 Ebenen (Koshas) des Menschen beschäftigen.

3. Emotionale Ebene – Manomaya Kosha

Der dritte Teil der Betrachtung befasst sich mit der Befindlichkeit auf der emotionalen Ebene. Welche Art von Gefühlen sind vorherrschend, welche zu schwach ausgeprägt. Wie sind Stimmung und emotionale Entwicklung. Dazu sind u.a. die nachstehend erläuterten Zusammenhänge von Bedeutung.

Die emotionale Ebene befindet sich in einer feinstofflicheren Schicht als der grobstoffliche physische Körper. Die energetische Ebene ist noch messbar, sofern es Elektrizitätsformen betrifft, es sind aber auch schon feinstofflichere Energieformen dabei. Wenn wir weiter hochgehen in die emotionale Ebene, treffen wir auf noch feinstofflichere Phänomene. Die Ebenen gehen fließend in einander über und können nicht glatt voneinander getrennt werden. Alles hängt miteinander zusammen.

Die emotionale Ebene spielt für unsere Gesundheit eine sehr große Rolle. Wer unglücklich ist wird schneller krank als jemand, der glücklich ist. Wer glücklich lebt, lebt länger.

Das Energiesystem und der physische Körper werden davon ebenfalls betroffen. Ein unglücklicher Mensch atmet eher flach und sitzt meist in sich zusammengesunken da. Diese Haltung beeinträchtigt seine Atmung noch mehr und engt das Herz ein. Ein glücklicher Mensch öffnet sich, richtet sich auf und atmet tief, macht automatisch Pranayama. Die Lunge wird besser belüftet und auch das Herz kann besser arbeiten, es hat mehr Platz. Aus diesen Gegebenheiten ergibt sich ein Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Depressionen. Das gesamte Herzkreislaufsystem ist in diese Prozesse einbezogen. Wenn wir glücklich und zufrieden sind, werden unsere verschiedenen, von Emotionen abhängigen Systeme gut mit Energie versorgt.

Im Yoga gibt es für die Stärkung der emotionalen Ebene ein eigenes Sortiment von Methoden.

Universelle Heilungs MeditationDazu gehören verschiedene Heilyoga-Meditation, verschiedene Atemtechniken, die auf die Fähigkeit glücklich zu sein, starken Einfluss nehmen. Darüber hinaus gibt es Gesänge, Singen macht glücklich. Singen ist immer auch Pranayama, da es eng mit dem Atmen verbunden ist. Zwei Effekte ergänzen sich im Singen: der Atmungseffekt und der rein emotionale Effekt. Vor allem im Bhakti Yoga gehört fröhliches, regelmäßiges Singen zum Yogaweg.

Dazu gibt es eine kleine interessante Geschichte:

In einem Kloster, in dem regelmäßig viel Arbeit anfiel, wurde die Zeit für das tägliche Singen verkürzt, um die reine Arbeitszeit zu verlängern. Im Laufe der Jahre wurden die Nonnen immer depressiver und immer häufiger krank. Bis jemand von außen die Lösung für dieses Rätsel fand und vorschlug, das lange, tägliche Singen wieder einzuführen. Und tatsächlich nahm die Anzahl der Depressionen und der Krankheitsfälle ab.

Das zeigt, dass man mit einem höheren Energieniveau in kürzerer Zeit mehr leisten kann. Besonders viel Kraft zieht man aus dem Singen von Mantras, man kann aber auch andere Lieder singen. Zum Beispiel haben die christlichen Gesänge ganz häufig Mantrakraft. Dasselbe gilt für schamanische Gesänge. Man muss nicht ein guter Sänger sein um singen zu dürfen. Viel wichtiger ist Freude beim Singen. Wer sich noch nicht traut zu singen kann chanten, das ist technisch weniger anspruchsvoll, energetisch aber ebenso intensiv.

Die Kraft des Singens und Chantens

Die größte Energie entwickelt sich, wenn man aus vollem Herzen singt. Eine gute Technik und eine geschulte Stimme sind dafür keine Garantie. Wenn man seinen Geist so entwickelt, dass man seine innere Freiheit und Natürlichkeit wieder findet und unbefangen singt, dann strahlt man, auch als Erwachsener, einen ganz besonderen Charme aus. Kinder besitzen diesen Charme sowieso, und niemand beschwert sich, wenn sie sie nicht immer die richtigen Töne treffen.

Auch der moderne Mensch hat Rituale – er nennt es nur anders.

Neben dem Singen geben Rituale viel Kraft, zum Beispiel Arati oder Homa. Der regelmäßige Kirchgang, der wöchentliche Saunabesuch, das gemeinsame Frühstück, das sonntägliche Kaffeetrinken mit der Familie sind ebenfalls Rituale, die für die Strukturierung unseres Lebens und für die Pflege positiver Gefühle eine grosse Bedeutung haben.

Sie alle öffnen das Herz und sorgen dafür, dass die Herzensenergie zum Fließen kommt,
und das ist das Wichtige daran.

Die Kaffepause ist das häufigste Ritual

Kaffee_Tasse_ExpressoSelbst wenn man sich in der Kaffeepause einen Latte Macchiato servieren lässt oder abends vornehm Essen geht, hat dies Anklänge an das Zelebrieren eines Rituals aus früheren Zeiten. Man geht in den Kaffeetempel oder einen Speisetempel mit Kaffeepriestern und Speisungspriestern.

Solche Rituale haben eine ganz andere Qualität als das Konsumieren von Automaten-Kaffee oder Tiefkühl-Pizza, da sie die Herzensenergie stärken.

Die Kraft der Fürsorge für das Selbst und für andere

Will man sich aus gesundheitlichen Gründen das Kaffeetrinken abgewöhnen, kann man das Ritual also solches ruhig erhalten, und wechselt einfach auf andere Getränke, wie Getreidekaffee, Tee oder Saft. Es ist wichtig die Herzensenergie weiterhin fließen zu lassen.

Auch wenn man aus dem Elternhaus, dem „Hotel Mama“, auszieht, werden sich die meisten darum bemühen, das Liebe und Fürsorge weiterhin im Leben Platz haben: es gibt einen Partner oder eine Partnerin für das Herz.

Pensionsbesitzer und Gastwirte, ihre Gäste über viele Jahre halten können, sind sich der Kraft ihrer Fürsorge bewusst, die sie ihren Gästen gönnen. Auch erfolgreiche Yogalehrer arbeiten mit dieser Kraft: der Kraft des Herzens und der Fürsorge.

Das hier passt dazu:

 

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