#14.6 Das Dilemma mit dem Pranayama-Yoga

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Leider wird gerade bei Pranayama-Yoga von übereifrigen jungen Yogalehrern, sehr oft Schaden angerichtet. Daher hier wichtige Hinweise, auf was man achten sollte.

Das Dilemma mit dem Pranayama-Yoga

Abhyantara vrtti Pranayama gehört zu den ersten drei Pranayamas, die der Yogaschüler lernt. Er soll seinen Lungenraum kennenlernen und sein Atemvolumen vollständig benutzen lernen.

Leider wird gerade bei dieser Pranayama-Yoga-Übung von übereifrigen jungen Yogalehrern, die noch lernen müssen, wie Yoga mit älteren Personen zu erarbeiten ist, sehr oft Schaden angerichtet.

  • Gerade bei älteren Personen muß der Yogalehrer zunächst darauf achten, daß die Lungen optimal leer geatmet werden.
  • Der Yogalehrer muß sich informieren, ob der Neuling noch Zigaretten oder Zigarren raucht.
  • Bergsteiger, Schwimmer und Taucher haben trainierte Lungen. Denen ist Pranayama sofort möglich.
  • Asthmatikern, Personen mit Lungenemphysem oder anderen Schädigungen der Atemwege sollten Pranayama üben, müssen aber über sanfte Vorübungen sehr vorsichtig an diese Techniken herangeführt werden.

Über die Zustände im oberen und unteren Lungenbereich

Der obere Lungenbereich ist fast immer noch voll funktionsfähig, während insbesondere bei Rauchern der untere Lungenbereich, also die Partie oberhalb des Zwerchfells, meistens so voller Teerablagerungen ist, daß dieser Teil seiner Lungen kaum noch zu seiner Atemfunktion
reaktiviert werden kann.

Dieses ist aber die Absicht von Pranayama.

Insbesondere der bereits früher beschriebene Wechselatem leistet hier gute Dienste. Regelmäßiges Wechselatem-Üben hilft die Lunge zu reinigen.

Selbst eine so sehr verschmutzte Lunge kann durch Wechselatem noch etwas reaktiviert werden.

Um die Lunge zu reinigen, kann man auch den Lungenfeger üben:

  • Ganz langsam und sanft auf den Laut fffffff ausatmen. Das hilft reinigen.
    Man kann sich dabei vorbeugen, das intensiviert den Reinigungsvorgang.
  • Wenn die Lungen noch kräftig genug sind, kann man auch heftig auf  f—f—f—f— ausatmen und wenn man will, auch das noch durch die Vorwärtsbeuge steigern.

Ob das jeweils so geübt werden darf,, müßte eigentlich ein Arzt entscheiden. Aber es gibt leider so wenige Arzte, die über diese Techniken Bescheid wissen.

Wie man zu einem guten Lungenvolumen kommt

AyataPranaha nennt man eine Person, die gewohnt ist, besonders langsame und gleichmäßige Atemzüge zu tun. Hindus beginnen damit, das Gayatri Mantra, das drei Verszeilen hat wie folgt in Gedanken zu wiederholen:

  1. Die erste Zeile während der Einatmung
  2. die zweite Zeile während des Atem anhaltens,
  3. die dritte Zeile während der Ausatmung

Und das steigern, bis es möglich ist, das Gayatri während

  • der Einatmung zweimal zu wiederholen
  • während des Atemanhaltens zweimal und
  • während des Ausatmens ebenfalls zweimal.

Charakteristisch für dieses Pranayama ist, daß für Einatmung, Atemanhalten und Ausatmung die gleiche Zeiteinheit benutzt wird, und daß die Atemschulung mit einem religiösen Inhalt zu verbinden ist.

  • Christen kann man das Vaterunser empfehlen oder Gloria in Exelsis Deo oder Halleluja oder Kyrie Eleison.
  • Moslems benutzen Koransutren.
  • Für Buddhisten gibt es z.B. Verse aus dem Metta Sutta (Die Entfaltung der Güte).

Es ist leider wenig bekannt, daß Yoga nicht an irgendeine Religion gebunden ist. Yoga ist frei für die Religion, für die man sich persönlich entschieden hat oder zu der man erzogen wurde.

Hindus haben es gar nicht gern, wenn wir Europäer auch das Gayatri Mantra benutzen. Sie meinen, gerade diese Folge von Vokalen und Konsonanten habe eine besondere Wirkung und
sei deshalb denen vorbehalten, die als Hindus geboren wurden.


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