YS1.2: Gedanken Loslassen

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Gedankenkarussel stoppen, Gedanken loslassen, sich von Grübelzwang befreien und abschalten. Hier beschreibe ich, wie ich das mache.

Um in die Gedankliche Ruhe zu kommen, muss man loslassen lernen. Wer Gedanken loslassen kann, wer sein Denken abschalten kann, der kommt in den inneren Frieden und kann das Leben geniessen.

Patanjali erklärt uns, warum das so wichtig ist, und wie das geht.

Yoga-Sutra Kapitel 1.2 – Gedanken loslassen

योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ॥२॥
yogaś-citta-vr̥tti-nirodhaḥ ॥2॥
Im Zustand des Yoga sind alle Färbungen (Vritti),
die im Geist des Menschen (Chitta) existieren,
aufgelöst. ||2||

Der Zustand des Yoga

Das ist der Zustand der Verbundenheit mit dem Selbst. Ich erlebe das so, dass ich dann ganz “bei mir” bin.

Ich bin in mir geborgen und sicher, wie sonst nirgendwo.

Was auch immer geschieht, die Möglichkeit des Yoga, als Erlebnis der Verbundenheit mit dem Selbst, ist immer da. Sofern ich es schaffe mich darauf ein zu lassen.

Das ist im Alltag nicht immer sooo leicht.  🙂

Wann immer ich es schaffe mich auf mein Innerstes, auf mein Selbst, zu besinnen und einzulassen, bin ich im Zustand des Yoga.

Im Zustand dieses wunderbar geborgenen, warmen und schwebenden Gefühls: Yoga!

In diesem Zustand ist mein Körper eine Art Behausung. Er ist die Wohnung, in der mein Geist ruht. Etwas, dass ihn schützt und bewahrt. Und das ihm die Möglichkeit gibt wieder ins Aussen zu treten.

Ohne Innen kein Aussen,
ohne Aussen kein Innen.

Bist du ausser dir?

Dann kannst du nach innen gehen. Oder im Aussen bleiben.

Du hast die Wahl. Wähle. Was sillst du? DU?

 

Wie bekomme ich das hin, den Zustand des Yoga?

Dieser Vers aus dem Yoga-Sutra verrät uns auch das:

In den Zustand des Yoga komme ich dann, wenn ich alle Färbungen des Geistes auflöse.

  • Yoga geschieht, wenn ich alle Gedankenbewegungen zur Ruhe bringe. Das ist der Vorgang, bei dem ich meine Gedanken loslasse.
  • Wenn ich alle Emotionen los lasse, wird Yoga immer stärker. Dann kann ich das Denken abschalten, kann ich meine Emotionen wahrnehmen, und ebenfalls loslassen.
  • Mit Yoga im Geist ist Leben loslassen und einlassen.
  • Yoga bin ich, wenn ich mich auf mein Innerstes vollständig einlasse.

Bist du im Innen, dann ist Yoga!

Bei mir geht das so:

#1 physisch eine entspannte Haltung einnehmen.

Das kann überall sein:

  • Entspannt auf dem Meditationskissen
  • Loslassen auf der Yogamatte
  • Hinwendung nach Innen auf einem Stuhl oder Sessel
  • Achtsamkeit im Stehen beim Warten auf irgendwas

#2 dann folgt die Konzentration auf das Loslassen oder Auflösen.

Ich löse mich von …

  • Gedanken
  • Emotionen
  • Muskulärer Anspannung

Mit dem Loslassen der Gedanken lösen sich Zug um Zug die Emotionen und die muskulären Anspannungen. Es wird friedlich im Geist.

#3  Je weiter diese Lösung voranschreitet, desto präsenter wird das Selbst im Innen.

  • Beobachtend, wie sich loslassend der Atem beruhigt, spüre ich, wie sich Puls und Blutdruck verändern
  • Ich erlebe, wie mit voranschreitendem Loslassen des Atems und der Gedanken die Spannungen aus der Muskulatur verschwinden
  • Der Körper wird immer schwerer, innerer Frieden breitet sich aus. Ich erlebe den Körper als eine Hülle, in der ich mich langsam atmend zunehmend wohler fühle. Ich kann abschalten.
  • Ich bin geborgen, zuhause. Im Innen. Ich geniesse mein Sein.

In diesem Zustand bin ich “Inner mir”,
dem Gegenteil von “Ausser mir”.

 

#4 Ich erlebe, wie ich mich für die Inspiration öffne.

Anandamaya Kosha – die Wonne der Yogis – beginnt spürbar zu werden, indem wir unsere Gedanken loslassen. Je mehr Gedanken wir loslassen, desto Wonne”

Mein Schädel wird zur Empfangseinheit, die Wirbelsäule zum Kanal. Kosmische Energien fliessen von oben durch mich hindurch und erfrischen mich.

Ich nehme dies als sanftes Kribbeln und Licht wahr. Dies beobachte ich entspannt. Mein Geist ist ruhig. Leben ist Genuss.

Jeder Gedanke der trotzdem auftaucht, stört den Energiefluss. Er wird daher wieder losgelassen. Gedanken Loslassen ist jetzt mühelos. Es ist schön. Innerer Frieden.

#5 Dann folgt die Rückkehr in diese Welt

Nach der Meditation kehre ich langsam tiefer atmend zurück in diese Welt.
Erfrischt, gestärkt, inspiriert.

Der Tag beginnt!

Auf dem anschliessenden Spaziergang mit meinem Hund Hund Karl spüre ich diese Stille noch in mir.

Jedes Mal, wenn er in den zahlreichen “Hunde-Blogs” schnüffelt, und den einen oder anderen “Eintrag” hinterlässt, kehre ich in die innere Stille meiner Meditation zurück. Ich lasse wieder meine Gedanken los, im Stehen und an der frischen Luft.
Während ich meinen Hund beobachte, hält mein Körper die Leine. Dabei bin ich bin frei. Frei zu geniessen.

Eine ganze Reihe von Ideen lassen sich blicken, die meine alltägliche Arbeit betreffen.

Das wird ein guter Tag!

Was geschieht, wenn die Gedanken aufgelöst sind?

Dann kommen wir zum Kern des Yoga, der wunschlosen Glückseeligkeit. Im Beitrag Yoga-Sutra des Patanjali 1.3 – Wunschlos Glücklich erfährst du warum du diesen Zustand brauchst. Warum ihm jeder braucht.

Hier gehts zur Übersicht über die 3 Schritte, mit denen jeder seine Gedanken zur Ruhe bringen kann.

Die Abkürzung

Wenn du das Yoga-Sutra des Patanjali zwar interessant findest, aber einen Weg suchst, um vor allem schnell weiter zu kommen, dann ist das hier deine Abkürzung: 

 

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