Yoga-Buch #4.1 – Pranayama Yoga – Atemschulung

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Die Kunst des Pranayama Yoga, den Atem zu beherrschen, führt auf den Weg das Prana, die Lebensenergie zu lenken. Das ist das wahre Yoga. Hier steht wie man diesen Weg für sich entdecken kann.

Der Atem ist eine verbindende Kraft

Atem schafft Ausgleich und hilft uns, Eindrücke von innen und von außen wahrzunehmen.

  • Atem hilft uns, unsere Innenwelt mit der Außenwelt zu verbinden.
  • Atem ist Urbewegung.
  • ATEM  IST UNMITTELBARES  LEBEN
    … hören wir von der Atemlehrerin Ilse Middendorf. Sie nennt ihr Buch:  Der erfahrbare Atem.

PRANAYAMA ist die vierte Forderung des Yoga

Es gibt die Frage, ob man nun zuerst die dritte Forderung des Yoga, Asanas zu praktizieren zur Perfektion führen muß oder ob man schon vorher mit Pranayama beginnen darf.

Es gibt in Indien Yoga-Schulen, die überhaupt nur Pranayama lehren.

  1. Man liest in der Siva Samhita ( Yogalehrbuch aus alter Überlieferung)  es gibt 84.000 Asanas.
  2. Es wäre ein Unding, zunächst alle diese beherrschen zu wollen.

Deshalb geschieht  bei uns im Westen als üblicher Mittelweg, nach einiger Asana Praxis mit Pranayama zu beginnen.

Der Grund ist folgender:

Asanas sind meistens Dehnhaltungen. Sie dehnen nicht nur die Muskulatur, sondern sie dehnen auch die Bahnen, in denen die Lebensenergie fließt, begünstigen das Strömen der Lebensenergie in diesen Bahnen, die zwischen den Zellstrukturen verlaufen.

Nach Siva Samhita gibt es 72.000 Nadis. Nadis sind Energiebahnen.

Die Atemschulung des Yoga wirkt nicht nur auf die Atemwege. Sie reinigt auch die Atemwege:

  • im Kopf
  • im Hals und
  • den Weg zu den Lungen, die Luftröhre.
  • Sie kräftigt die Atemmuskulatur

Aber das bewirken andere atemschulende Techniken ebenfalls.

Das Wesentliche der Pranayama Arbeit …

… ist es, die Lebenskraft, die im Yoga als Prana bezeichnet wird, so gut kennenzulernen, daß es möglich wird, damit zu arbeiten, sie zu spüren und sogar bewußt zu lenken.

DENN DER  ATEM IST DAS LEBEN, lehrt uns ein indisches Sprichwort.

Eine Yoga-Schule, die nur Asanas lehrt, sollte sich nicht als Yogaschule bezeichnen. Sie sollte sich wahrheitsgemäß Asana Schule nennen.

Pranayama beginnt nicht damit, daß man lernt, den Atem sehr lange anzuhalten. Das steht in vielen Yogabüchern – ist aber nicht das Wesentliche des Pranayama.

Erst wenn man gelernt hat, die Lebenskraft zu spüren und
mit ihr zu arbeiten,
sie zu lenken,
wird Yoga zu dem, was es eigentlich ist.

Warum der Aufbau des Yoga-Weges so ist wie er ist

  1. Man lernt die richtige Art und Weise des Durchführens der Asana Praxis. Man lernt also zunächst einige Asanas.
    • STHIRAM SUKHAM ASANAM (Bequeme, feste Haltung)
      mit der notwendigen Zwischenentspannung.
  2. Danach erlernt man die wichtigsten Pranayama Techniken, um dann zum echten Yogaüben zu kommen:
    • Man lernt die Atembeobachtung während der Asanas.
    • Das wiederum führt zur Pranalenkung.

Und erst dann kann …

… es gelingen, durch Yoga Einfluß auf die Steuerung der Funktionen innerer Organe und Organsysteme Einfluß zu nehmen. Und erst dann kann man vom Gesundheits-Yoga sprechen.

Selbstverständlich tun gleich die ersten einfachen Übungen gut.

Wir sollten aber wissen, daß man Yoga regelmäßig üben muß, um den gewünschten Erfolg zu haben, und daß sich erst nach längerem regelmäßigem Üben die Fähigkeit einstellt, die Lebensenergie zu spüren.

Zu spüren, wie in der Yoga-Haltung der Körper „nachgibt“ und die Haltungen mit der Zeit so mühelos werden, wie sie sein sollen.

Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß das eigentliche Ziel des Yoga nicht die Gesundheit ist

Yoga ist gedacht für Gesunde, deren Körper und Nerven kräftig genug sind für Erfahrungen, die über das übliche hinausweisen.

Vorträge über Yoga hören, ist informativ – aber über Yoga reden können bewirkt nicht, daß Yoga stattfindet.

Es geht eben nicht darum, etwas über Yoga auswendig zu lernen.

  • Es geht um das Ausprobieren, um dahinter zu kommen, was gemeint ist.
  • Es geht um dieses AHA-Erlebnis, das für jede Person sich anders einstellt und das nicht beschrieben werden kann.
  • Es geht um ein abstraktes Wissen, das nur durch persönliches Üben erlangt werden kann.

Wie man richtig sitzt

Sie haben ja schon ihren PLatz, wo Sie regelmäßig ihre Körperhaltungen durchführen.

Sie können ein flaches Kissen 80 x 80 cm hinbreiten, und eventuell noch ein kleines, festes Kissen, dass Sie aus einer gefalteten Decke bereiten. Es sollte 35 cm lang, 10 – 15 cm hoch und 20 cm breit sein.

Sie setzen sich auf dieses sehr feste Kissen, beugen die Knie und legen ihr rechtes Knie auf das eine und das linke Knie auf das andere Kissen und legen möglichst den rechten Fuß auf den linken Unterschenkel.

Die Kissen sind nur Hilfsmittel. Eigentlich wollen wir ohne Kissen auskommen.  Sie können im Anfang im Schneidersitz üben, später wird bestimmt  der Halblotos möglich, so daß Ihr rechtes Knie auf dem linken Fuß ruht und Ihr rechter Fuß auf dem linken Knie oder sogar sehr nahe am Körper in der Leistengegend.


Die Mondenergie ist in der modernen Lebenführung völlig unterrepräsentiert

Das ist der Grund für den vielen Stress, den wir alle erleben, und auch für viele chronische Erkrankungen, Depressionen und Burnouts.

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► die 3-Chakra-Mondenergie-Meditation


 

Sie haben den Raum frisch gelüftet und sind nun bereit, mit Pranayama zu beginnen.

Sie lassen Ihren Atem normal fließen und beobachten, was geschieht.

  • Die Bewegung des Brustbeins bei der Einatmung oder die Bewegung der Schlüsselbeine wird nur dann spürbar, wenn Sie wirklich aufrecht sitzen. Wir sitzen im Yoga nie im Kutschersitz, den Sie vielleicht vom autogenen Training her kennen.
  • Wir sitzen mit aufrechtem Rücken und halten den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule.

Es ist gar nicht so einfach, das Kinn bewußt richtig zu halten:

  • Weder zu sehr geneigt,
  • noch zu sehr hochgezogen.

Manche Personen halten ihr Kinn auch im Alltag nicht richtig. Es soll die Schilddrüse, die im Kehlbereich sich befindet, frei geben.

Wird die Schilddrüse eingeengt, arbeitet sie sehr langsam, wird die Gegend gedehnt, wird sie zu sehr angeregt.

Bhrama Mudra

  • Es ist hilfreich, das Kinn langsam zur rechten Schulter wandern zu lassen, dann das Kinn hochziehen, wieder senken und es langsam wieder nach vorn bewegen.
  • Dann nimmt man es ebenso langsam über die andere Schulter, zieht das Kinn abermals hoch, senkt es wieder und führt es ebenso langsam wieder nach vorn.

Diese Bewegung hilft, den Kopf zwanglos in Verlängerung der Wirbelsäule zu halten und hilft außerdem, die Halswirbelsäule gesund zu erhalten.

  • Wir nehmen die Schultern nach hinten und lassen sie leicht nach unten sinken.
  • Jetzt heben wir das Brustbein etwas an und drücken die Schulterblätter etwas zusammen.

In dieser Haltung sitzen wir entspannt.

  • Wir fühlen  die Sitzhöcker am Boden oder auf unserem festen Kissen und …
  • schwingen unsere Körperachse leicht um eine gedachte senkrechte Mittellinie.

Diese Kreise lassen wir immer kleiner werden und pendeln uns dann so ein, daß die gedachte Mittellinie mit unserer Körperachse identisch ist.

Auf diese Weise läßt sich das aufrechte entspannte Sitzen am ehesten erreichen.

Nun wieder die Atembeobachtung.

Die Ausatmung soll doppelt so lange dauern wie die Einatmung.

  • Sie können entweder feststellen, wie lange atme ich ein und dann doppelt so lange ausatmen – oder –
  • Sie stellen fest, wie lange dauert die Ausatmung und Sie richten sich dann  mit der Einatmung so ein, daß dafür nur die Hälfte der Zeit gebraucht wird.
  • Am besten üben Sie beides.

Mit der Zeit gewinnen Sie dann Ihre persönliche Methode und können es abschätzen, ohne den Sekundenzeiger Ihrer Armbanduhr zu Rate zu ziehen.

Die volle Yogaatmung

  • Sie legen nun die Hände an  die  Rippen, etwa eine Handbreit unterhalb den Achselhöhlen.
  • Sie bemerken: Bei der Einatmung heben sich die Rippen, bei der Ausatmung senken sie sich wieder.
  • Nachdem Sie das einige Atemzüge ertastet haben, legen Sie die Hände locker auf  die Oberschenkel, achten darauf, daß die Oberarme nicht zu eng am Körper sind und beobachten die Bewegung der Rippen nur mit ihrer Aufmerksamkeit, nicht mit Ihrem Tastsinn.
  • Sie sitzen wirklich aufrecht und beobachten nun auch die Bauchbewegung.
  • Alle genannten Bewegungen vollziehen sich bei jedem Atemzug.

Herzlichen Glückwunsch: Sie haben nun die volle Yogiatmung gemeistert!

Sie waren ja bereits in der Lage, diese Atemweise während der Tiefenentspannung im Liegen auszuführen. Es ist aber doch etwas schwieriger, diese Atemweise sitzend zu vollziehen.

  • Wenn Sie Ihre Körperachse hochdehnen, wird es für Sie immer müheloser werden, zwanglos aufrecht zu sitzen.

Versuchen Sie, diesen ruhigen Tiefatem in ihren Alltag zu integrieren.

  • Er beschert Ihnen unerschütterliche Ruhe in Alltags-Situationen, wenn Andere die Nerven verlieren.
  • Er verhilft wohl nicht zu einer längeren Lebensdauer, bestimmt aber zu optimaler Gesundheit und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.

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Die Menschen werden Sie fragen:

Wie schaffen Sie das – soviel Arbeit in so kurzer Zeit zu erledigen und Sie werden nicht wissen, was Sie darauf antworten sollen. Sie  schaffen das.

Sie machen ja nichts besonderes. Die Atemregulierung ist Ihnen zur Gewohnheit geworden. Daß die so wirksam ist, kam Ihnen nicht ins Bewußtsein.

DIE  PAUSE

Nach jeder Ausatmung  geschieht eine kurze Pause. Es gibt Yoga Atemtechniken, die sogar eine Verlängerung der Atempause lehren. Damit sollten wir vorsichtig umgehen.

Der Atemrhythmus hat einen Einfluß auf den Herzrhythmus. Zu lange Atempausen  könnten möglicherweise störend wirken. Individuell arbeiten ist angesagt.

Im nächsten Kapitel gehts um die Atemarbeit nach Anleitung von Dr. BHOLE (Seminar).

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